Österreichischer Gesundheits- und Krankenpflegeverband (ÖGKV) fordert politisches Mitspracherecht

Der ÖGKV nimmt den Internationalen Tag der Krankenpflege am 12. Mai zum Anlass, darauf hinzuweisen, dass Entscheidungen für das Gesundheitswesen die Kompetenz der Pflegeberufe brauchen

Wien (OTS) - Der ÖGKV fordert in seiner Resolution mit der Bundesarbeitsgemeinschaft der Österreichischen Pflegedirektoren:
Pflegepersonen müssen in der Bundesgesundheitskommission und in den Landesgesundheitsagenturen (-plattformen) vertreten sein!

In der Bundesgesundheitskommission werden wichtige Entscheidungen für die pflegerische und medizinische Betreuung der Bevölkerung getroffen. Aus diesem Grund ist es unabdingbar, dass in diesem Gremium, neben politischen Vertretern, den Patientenanwaltschaften, der Österreichischen Ärztekammer u.a. auch die Pflegepersonen vertreten sein müssen. Ein wesentliches Ziel der Bundesgesundheitskommission ist, Leitlinien und Planungsgrundlagen zu beschließen. Diese sind dann für die Gesundheitsagenturen (oder -plattformen) verbindlich.

Die Gesundheits- und Krankenpflege ist die größte Berufsgruppe im Gesundheitswesen, welche direkt und unmittelbar mit den PatientInnen arbeitet, am meisten Zeit mit Ihnen verbringt und zudem eine zentrale Rolle in der gesamten Leistungserbringung spielt. Dieses Potential in politische Entscheidungen nicht einfließen zu lassen ist eigentlich ein gesundheitspolitisches und volkswirtschaftliches Desaster.

Die Herausforderungen in Pflegefragen in der Zukunft sind enorm. Themen wie die Schaffung von neuen Strukturen im intra- und extramuralen Bereich, die demographische Entwicklung, die Betreuung und Pflege alter Menschen, die Schaffung von Schnitt- bzw. Nahtstellen, etc. sind bekannt.

Caritasdirektor Michael Landau forderte im September 2004 ein eigenes Pflegeministerium, Caritaspräsident Küberl bezeichnete im selben Monat "die Pflegefrage als sozialpolitische Bombe". Forderungen, die ernst genommen werden müssen und aufzeigen, dass das Mitwirken von Pflegepersonen in allen Entscheidungsgremien unerlässlich ist.

Mit dem Österreichischen Gesundheits- und Krankenpflegeverband und den Landesorganisationen, sowie den Arbeitsgemeinschaften der PflegedirektorInnen in den Bundesländern gibt es kompetente Ansprechpartner. In Österreich sind rund 65.000 Pflegepersonen in verschiedenen Institutionen beschäftigt. Menschen, die viel Kompetenz und Erfahrung einbringen können.

Pflegepersonen stellen die größte Berufsgruppe im Gesundheitswesen und leisten einen unverzichtbaren Beitrag. Die sich verändernde Altersstruktur der Bevölkerung bietet zahlreiche Chancen und stellt die Gesellschaft insgesamt vor große Herausforderungen. Chancen in Hinblick auf Beschäftigung und Wachstum, Herausforderungen in Richtung: Wer soll pflegen und welche Pflege können oder wollen wir uns leisten? Alle politischen Entscheidungen betreffen die Pflegenden direkt und wirken auf ihr unmittelbares Arbeitsumfeld ein, was bedeutet, dass dies direkten Einfluss auf die Qualität der Pflege und letztlich auf das Wohl der PatientInnen hat.

Der Österreichische Gesundheits- und Krankenpflegeverband ist der Berufsverband aller Pflegeberufe Österreichs. Er ist gemeinnützig, unabhängig, überparteilich und interkonfessionell.

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