Gaal fordert raschen Ausstieg aus Eurofighter-Vertrag

Schon wieder technische Probleme bei Luxus-Kampfjet - Desaster wird von Tag zu Tag größer

Wien (SK) "Einmal mehr bestätigt sich, wie unausgegoren und unüberlegt der Ankauf der Eurofighter ist", erklärte SPÖ-Wehrsprecher Anton Gaal angesichts eines "Spiegel"-Berichts, wonach offenbar neuerlich technische Probleme beim Eurofighter aufgetreten sind. Die SPÖ habe immer davor gewarnt, dass der Ankauf eines Prototypen ein enormes Risiko darstelle, weil nicht absehbar sei, welche technischen Mängel dieses Flugzeug aufweise. Der einzige Ausweg aus diesem "Eurofighter-Beschaffungsdebakel" sei der schnellst mögliche Ausstieg, betonte Gaal am Samstag gegenüber dem SPÖ-Pressedienst. Er bekräftigte in dem Zusammenhang auch die Forderung an den Bundeskanzler, die Möglichkeit der Ausstiegsklausel zu nutzen. ****

Bei der Entscheidung für den Ankauf der Eurofighter seien Muss-Forderungen in Soll-Kriterien umgewandelt worden - und das zu Gunsten von EADS und zu Lasten der österreichischen Steuerzahler, erneuerte der SPÖ-Wehrsprecher die Kritik der SPÖ. Es sei unfassbar, so Gaal, wie leichtfertig die Bundesregierung mit schwerverdienten Steuergeldern umgehe und einen "Luxus-Kampfjet" kaufe, der sich immer mehr als "Fass ohne Boden" erweise. "Die Eurofighter-Beschaffung ist die teuerste Fehlentscheidung in der Geschichte der Zweiten Republik. Das haben die jüngsten Medienberichte leider zum wiederholten Male deutlich gezeigt", so der SPÖ-Wehrsprecher abschließend. (Schluss) ps

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