Martinz: Koalition drückt Milchpreis

350.000 Euro für Milchhygiene-Beitrag gestrichen. Budget-Murks wird am Rücken der Bauern ausgetragen.

Klagenfurt (OTS) - Kein Verständnis zeigt Agrar-LR Josef Martinz für die vom Finanzreferenten vollzogene Reduktion des Milchhygiene-Beitrages im Budget 2005. "Gerade vor der Diskussion um die äußerst schlechte Preislage in der Milchwirtschaft ist die Sparmaßnahme des Finanzreferenten inakzeptabel. Das ist ein unsensibles Vorgehen und die Budget-Misere wird damit am Rücken der Bauern ausgetragen", so Martinz anlässlich der Ordentlichen Vollversammlung der Unterkärntner Molkerei, heute, Samstag.

In Kärnten gibt es 4.000 milchliefernde Betriebe, die insgesamt 157.000 Tonnen Milch jährlich produzieren. Das sind immerhin 16 % des landwirtschaftlichen Produktionswertes. "Damit die Kärntner Bauern einen besseren Milchpreis erzielen und wirtschaftlich arbeiten können, ist der Milchhygiene-Beitrag eingeführt worden", berichtet Martinz. Insgesamt seien bisher 1,35 Mio. Euro jährlich an die Kärntner Molkereien geflossen, die den Milchbauern um 0,7 Cent mehr pro Liter zahlen konnten. "Weil die blau-orangen Finanzreferenten das Landesbudget nicht im Griff haben, müssen nun die Milchbauern bluten. Das Budgetpolitik am Rücken der Bürger", sagt Martinz.

Schon im Jahr 2004 wollte die FP-SP-Koalition diesen wichtigen Beitrag streichen. "Das Signal, das FPÖ und SPÖ an unsere Milchbauern sendet, ist absolut negativ in der derzeit ohnehin angespannten Milchwirtschaft", so Martinz. Europaweit sinke der Milchpreis und FPÖ und SPÖ in Kärnten hauen noch einmal kräftig drauf. Er, Martinz, fordere ein Umdenken der Koalition, die sich mit der Reduktion des Milchhygiene-Beitrages von den Kärntner Milchbauern abwende.

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