SP-Haider drängt auf mehr Chancen für Frauen

OÖ. Landtag muss Arbeitsstiftung für Frauen rasch beschließen

Linz (OTS) - Rund 16.000 Frauen sind in unserem Bundesland arbeitslos gemeldet oder in Schulungsmaßnahmen. Das ist ein Anstieg der Arbeitslosenquote um 5,9 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Innerhalb von fünf Jahren ist die Zahl der Frauen ohne Job in Oberösterreich um 2.141 und damit um 15,6 Prozent angewachsen. Fast die Hälfte der arbeitslosen Frauen hat keinen Berufsabschluss. "Frauen, die ihren Arbeitsplatz verlieren und Wiedereinsteigerinnen, die nach der Karenz gekündigt werden, sollen in einer Arbeitsstiftung eine Aus- und Weiterbildung machen können. Das verbessert die Chance auf einen hochwertigen Arbeitsplatz und ein höheres Einkommen", drängt SPÖ-Landeschef Erich Haider angesichts der aktuellen Zahlen auf den von der SPÖ im Landtag eingebrachten Vorschlag.

Derzeit gibt es nur bei wenigen großen Betrieben eine Arbeitsstiftung. Haider: "Diese Möglichkeit soll es auch für Frauen in Branchen mit hohem Frauenanteil - wie Handel, Gastgewerbe, usw. -und vor allem in den vielen Klein- und Mittelbetrieben in Oberösterreich geben, "Frauen brauchen die Chance, eine Ausbildung nachzuholen, sonst wird ihre Benachteiligung im Beruf noch stärker!", stellt Haider fest.

Die Zahlen sprechen eine deutliche Sprache: In Oberösterreich haben sich die Fraueneinkommen bekanntlich systematisch verschlechtert. Mit brutto 19.866 Euro Durchschnitts-Jahresverdienst für Vollzeitarbeit belegt der Bezirk Rohrbach österreichweit sogar den letzten Platz bei den Fraueneinkommen. Mit einem durchschnittlichen Jahresbruttobezug von 23.239 Euro für Arbeitnehmerinnen liegt Oberösterreich laut der Lohnsteuer-Statistik 2003 der Statistik Austria deutlich unter dem Österreich-Durchschnitt von 25.691 Euro für Frauen. Dazu kommt, dass bei Vollzeitarbeit die Frauen in Oberösterreich um 35,6 Prozent weniger als die Männer verdienen.

"Seit Schwarz-Blau in den letzten fünf Jahren und letztendlich Schwarz-Grün in Oberösterreich hat es für die Frauen enorme Rückschritte gegeben. Wenn Frauen endlich gleich berechtigte Chancen erhalten sollen, muss dafür gesorgt werden, dass ihre Chancen am Arbeitsmarkt steigen und der Wiedereinstieg nach der Babypause erleichtert wird", schließt der SP-Landeschef.

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