- 05.05.2005, 16:31:15
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Eröffnungstag der NÖ Landesausstellung 2005
Pröll: Heldenberg soll beliebte Ausflugsdestination werden
St. Pölten (NLK) - Am Heldenberg bei Kleinwetzdorf (Bezirk
Hollabrunn) öffnete heute die diesjährige niederösterreichische
Landesausstellung erstmals ihre Pforten für Besucher. Neben den
Inhalten der Ausstellung mit dem Titel "Zeitreise Heldenberg" wurde
an diesem auch als "Schmidatal-Tag" bezeichneten Eröffnungstag auch
ein umfangreiches Rahmenprogramm geboten. Auch Landeshauptmann Dr.
Erwin Pröll nutzte den heutigen Tag zu einem Besuch und besichtigte
unter anderem das eigens eingerichtete Sonderpostamt, den
Schmidataler Bauernmarkt und das Festzelt, in dem der feierliche
Festakt stattfand.
"Der Heldenberg ist auch bereits ohne die Kreisgräben, die
natürlich eine Weltsensation darstellen, schon immer eine historische
Sensation gewesen. Von der diesjährigen Landesausstellung soll für
das gesamte Schmidatal ein Impuls ausgehen, die gesamte Region soll
von der hier während der letzten Monate errichteten Infrastruktur
profitieren", meinte Pröll. Eine Vision für die Zukunft sei, das der
Heldenberg in den kommenden Jahren eine beliebte Ausflugsdestination
auch auf internationaler Ebene darstellen werde. Die Voraussetzungen
dafür seien gegeben und müssten jetzt nur noch genützt werden. "Das
Pferd ist gesattelt, geritten muss von jedem selbst werden", so
Pröll.
Die Ausstellung "Zeitreise Heldenberg" ist die mittlerweile 33.
Landesausstellung in Niederösterreich. Begründer der
niederösterreichischen Landesausstellungen, die seit den 1960er
Jahren von etwa acht Millionen Menschen besucht wurden, ist der
ehemlige Landeshauptmann Andreas Maurer. Die heurige Ausstellung
besteht aus den beiden Schwerpunkten "Lauter Helden" und
"Geheimnisvolle Kreisgräben". Während im ersten Teil der Grundgedanke
des Heldentums aufgegriffen und dessen Wandel im Laufe der Zeit mit
Hilfe von über 800 Objekten bzw. Leihgaben dokumentiert wird, widmet
sich der zweite Teil der Ausstellung den jungsteinzeitlichen
Kreisgräben, die vor wenigen Jahrzehnten auf niederösterreichischem
Boden entdeckt wurden und die ältesten Monumentalbauten Europas
darstellen. Zudem beinhaltet die Landesausstellung 2005 noch eine
Reihe von Sonderevents. Beispiele dafür sind ein Auftritt der
weltberühmten "Shaolin-Mönche", ein Filmfestival, ein Festkonzert der
Wiener Sängerknaben oder eine Sommeroper. Weiters gastieren Mitte
Juli die berühmten Lipizzaner im Zuge ihrer Übersiedelung in ihr
neues Sommerquartier am Heldenberg in der dortigen Reitarena. Das
kommende Wochenende steht überdies ganz im Zeichen des Muttertags.
Die Kosten für die diesjährige Landesausstellung belaufen sich auf
insgesamt 27 Millionen Euro. In bauliche Maßnahmen wurden 7,6
Millionen, in die Ausstellungsinhalte 3,6 Millionen Euro investiert.
Für das Sommerquartier der Lipizzaner wurden 4,5 Millionen, für
sonstige Begleitprojekte elf Millionen Euro aufgewendet.
Der Heldenberg bei Kleinwetzdorf wurde 1848 als Ehrendenkmal für
die Verdienste der Kaiserlich-Österreichischen Armee erbaut. Unter
anderem fand hier auch Feldmarschall Radetzky seine letzte
Ruhestätte. Die NÖ Landesausstellung 2005 ist bis zum 1. November
geöffnet.
Nähere Informationen im Web: http://www.zeitreiseheldenberg.at
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