Kukacka: Schienenanbindung Wien-Bratislava durch PPP-Modell rascher realisieren!

Durch Ausbau des Marchegger Astes erwartet sich Verkehrsstaatssekretär Kukacka mehr Aufträge für heimische Wirtschaft und Erhöhung der Beschäftigung.

Wien, 30.April 2005 (OTS) - "Die österreichische Infrastrukturpolitik wird in den kommenden Jahren noch mehr Aktivitäten in Richtung der Anbindung Bratislavas setzen", erklärte heute, Samstag, Verkehrsstaatssekretär Helmut Kukacka im Vorfeld des Reformdialogs für Wachstum und Beschäftigung. "Wir werden in Abstimmung mit den ÖBB alle Anstrengungen unternehmen, um im kommenden Schienenrahmenplan der ÖBB eine Vorziehung der Schienenverbindung Wien-Marchegg-Bratislava zu erreichen. In diesem Zusammenhang sollte auch die Durchführung eines PPP-Modells geprüft werden, um so die Vorziehung dieses Projekts zu ermöglichen", so Kukacka. ****

Durch die Beschleunigung dieser Verkehrsanbindung sei mit erhöhten Zusatzaufträgen für die Wirtschaft, neuen Arbeitsplätzen für Pendler sowie einer Erhöhung der Beschäftigung in der heimischen Industrie zu rechnen. Durch den Ausbau und die Elektrifizierung dieser Schienenanbindung soll eine Fahrtzeitverkürzung zwischen Wien und Bratislava auf rund 35 Minuten erzielt werden. Weiters wäre für den Güterverkehr eine direkte Anbindung an die neuen Automobilindustrien im Raum um Bratislava gegeben, unterstreicht Kukacka die Vorteile eines vorgezogenen Ausbaus. "Erste Kostenschätzungen für dieses Projekt belaufen sich laut Rahmenplanvorschau auf rund 80 Millionen Euro, wobei eine PPP-Realisierung in diesem Zusammenhang auf Interesse und Unterstützung der Wirtschaft stößt", so Kukacka.

In einem aktuellen Ranking der Firmen im Kreis Bratislava liege Volkswagen Slovakia - nach der Größe der Firmenerträge - mit einer Steigerung 2002 auf 2003 von rund 67,6 Prozent an erster Stelle mit 9.228 Beschäftigten unterstrich Kukacka die wachsende wirtschaftliche Bedeutung des Raumes Bratislava auch für den österreichischen Arbeitsmarkt. Der Wachstumstrend setzte sich auch im Jahr 2004 beschleunigt fort. So konnten die österreichischen Exporte in die Slowakei ein Wachstum um 14 Prozent bei einem Umfang von 1,3 Mrd. Euro erzielen, während die österreichischen Importe aus der Slowakei das Exportergebnis mit 35 Prozent und einem Volumen von 1,9 Mrd. Euro sogar deutlich übertrafen.

Vergleiche man die einzelnen Warenpositionen, so stelle die Warengruppe Straßenfahrzeuge mit einem Volumen von 169 Millionen Euro beim Export in die Slowakei den größten Einzelposten dar. Im Jahr 2008 werde die Slowakei durch den Vollbetrieb der Werke von Kia, Citroen und Peugeot mit rund 1,2 Mio. Fahrzeugen jährlich der pro Kopf größte Automobilerzeuger der Welt sein.

Kukacka abschließend: "Mit dem einhelligen Bekenntnis der Sozialpartner zur Notwendigkeit der Stärkung der heimischen Infrastruktur im Rahmen des Sozialpartnergipfels im Vizekanzleramt vergangenen Dienstag, sollte eine gemeinsame Realisierung dieses so wichtigen grenzüberschreitenden Projektes für ein gemeinsame Wirtschaftsregion Wien-Bratislava möglichst rasch gelingen. Wie mir erst vorige Woche in Brüssel vom zuständigen Kommissionsvertreter zugesichert wurde, könnte dafür auch eine 20prozentige Förderung der EU im Rahmen der prioritären Ten-Projekte lukriert werden."

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