AUGE: "Arbeit FAIRteilen durch Arbeitszeit FAIRkürzen!"

Alternative und Grüne GewerkschafterInnen fordern zum "Tag der Arbeitslosen" Maßnahmen zu einer gerechteren Verteilung von Arbeit.

Wien (OTS) - "Arbeitszeitverkürzung muss wieder ein Thema werden. Nicht nur, weil der Arbeitzeitverlängerungskampagne von Wirtschaftskammer und Industriellenvereinigung etwas entgegengesetzt werden muss, sondern weil Arbeitszeitverkürzung einfach ein Gebot der Stunde ist, will man einen erfolgreichen Kampf gegen Arbeitslosigkeit und Prekarisierung der Arbeitsverhältnisse führen," so Klaudia Paiha, Bundessprecherin der Alternativen und Grünen GewerkschafterInnen (AUGE/UG).

Paiha erinnert in diesem Zusammenhang nicht nur an 324.000 Arbeitslose im März 2005, sondern auch an 465.000 teilzeitbeschäftigte und über 200.000 geringfügig Beschäftigte im Jahr 2003: "Es gibt immer mehr Menschen - vor allem Frauen - die nicht Vollzeit arbeiten. Allerdings oft unfreiwillig und ohne existenzsicherndes Einkommen. Und diese Jobs werden mehr. Es findet also bereits Arbeitszeitverkürzung statt - allerdings meist ungewollt, als individuelles Schicksal, gesellschaftlich nicht gesteuert und unter Rahmenbedingungen, die keine existenzsichernden Löhne garantieren. 'Mac Jobs' eben," so Paiha weiter. "Der Ausweg kann nur allgemeine Arbeitszeitverkürzung mit Einkommensausgleich heißen - das schafft mehr Jobs, die vor allem auch existenzsichernd sind. Das schafft eine gerechtere Verteilung von Erwerbsarbeit zwischen Männern und Frauen, zwischen Arbeitenden und Arbeitslosen. Und erhöht im Gegensatz zu den gesundheitsschädigenden Forderungen von WKÖ und IV die Lebensqualität der ArbeitnehmerInnen."

Vom morgigen Beschäftigungsgipfel erwartet Paiha nicht viel:
"Nachdem der letzte Beschäftigungsgipfel von Wirtschaftskammer und Industrie zu einem Arbeitszeitverlängerungsgipfel umgedeutet worden ist, dürfen wir gespannt sein, mit welchen absurden Ideen Sorger und Co. dieses mal aufwarten. Notwendig wären beschäftigungswirksame Investitionen in soziale und ökologische Infrastruktur, wie etwa der Ausbau ganztägiger Kinderbetreuung, der Pflegedienste oder Wärmedämmungsmaßnahmen. Notwendig wäre der Ausbau überbetrieblicher Ausbildungsstätten für Jugendliche. Das Geld wäre - angesichts höherer Steuereinnahmen als erwartet - da. Es wäre allerdings ein kleines Wunder, würde diese Regierung tatsächlich einmal etwas gegen Arbeitslosigkeit unternehmen," schließt Paiha.

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Klaudia Paiha
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