Blecha: Armutsbekämpfung statt Eurofighter

Mindestpension noch immer unter der Armutsgrenze

Wien (SK) Angesicht des "für die Schüssel-Regierung desaströsen Sozialberichts" forderte heute der Präsident des Pensionistenverbandes Österreichs, Karl Blecha, einmal mehr die Anhebung der Mindestpension. Blecha: "Wenn das offizielle Österreich dieser Tage besonders der Wiederaufbaugeneration Österreichs für ihre herausragende Leistung dankt, so darf man auch die Augen vor der echten Armut von alten Menschen nicht verschließen." ****

Im Sozialbericht 2003 werden 16 Prozent der Senioren als armutsgefährdet ausgewiesen. Bei rund zwei Millionen Pensionisten bedeutet dies, dass rund 320.000 ältere Menschen von Armut bedroht sind. Davon leben mindestens 200.000 Bezieher einer Ausgleichzulage, darunter auch die heute gerühmten Trümmerfrauen, "ganz sicher" unter der Armutsgrenze. Denn derzeit liegt die Ausgleichszulage ("Mindestpension") mit 662,99 Euro klar unter der Armutsgrenze. PVÖ-Präsident Blecha: "Eine soziale Schande!"

Die Regierungsmitglieder können es sich offenbar nicht vorstellen, was es bedeutet, mit 663 Euro im Monat auszukommen. Blecha listet auf: "Höhere Mieten, explodierende Energiepreise, gestiegene Lebensmittelkosten, eine Teuerung von drei Prozent, ständig teurere Rezeptgebühren und angehobene Krankenversicherungsbeiträge bei gleichzeitig mickriger Pensionsanpassung, gestrichene Zuschüsse wie zuletzt bei den Brillen - bei vielen Menschen geht es sich nicht mehr aus!"

Blecha verlangt nun, anstatt die auch von Rechnungshof als untauglich eingestuften Eurofighter anzukaufen, "wie 1945 die Armut in Österreich zu bekämpfen" und die Mindestpensionen auf 678 Euro anzuheben. (Schluss) ah/mm/mp

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