FCG: IMAS-Umfrage zum Thema Mobbing führt zu Missverständnissen

Wien (OTS) - Anlässlich der gestern präsentierten IMAS-Studie zur Arbeitsmotivation der Österreicher kritisierte der Vorsitzende der Fraktion christlicher Gewerkschafter in der Gewerkschaft der Gemeindebediensteten - Landesgruppe Wien, Kurt Obermülner, den Umgang mit dem Thema Mobbing.

Obermülner kritisierte, dass hier "in unseriöser Art und Weise das schwierige Thema Mobbing für Werbezwecke missbraucht wird. Der legitime Gedanke mit Büromöbel zu einem positiven Arbeitsklima beizutragen, wird hier mit einem äußerst schwierigen und unpassenden Thema verknüpft, um Aufmerksamkeit zu bekommen. Wenngleich es also Sinn macht, die Büroeinrichtung für ein gutes Betriebsklima mit zu bedenken, so ist es aber absurd anzunehmen, dass man damit Mobbing bekämpfen kann. Dass zusätzlich mit problematischen Ergebnissen nachgeholfen wird, schadet der seriösen Bearbeitung des schwierigen Themas."

Der Landesvorsitzende, der seit vielen Jahren Mobbingbetroffene als Konfliktberater und Mediator unterstützt, erklärte weiters: "Das Ergebnis, wonach in mehr als 40% (in Wien sogar 63%!) der Büros gemobbt wird, zeugt von einem unzulässig weiten Gebrauch des Begriffes "Mobbing". Wenn man jede feindselige Handlung als Mobbing wertet, dann übersieht man diejenigen Handlungen und Dynamiken, die zu echtem Mobbing führen. Mit dem zum Modewort verkommenen Begriff zum Thema Psychoterror am Arbeitsplatz sind Vorgesetzte, Gewerkschafter und professionelle Helfer in vielen Fällen am Rande der Überforderung. Die Vermischung von alltäglichen Feindseligkeiten mit hoch eskalierten und chronischen Konflikten, an denen mehrere Betroffene mitwirken, erzeugt ein Betriebsklima, in dem ein professionelles Konfliktmanagement kaum eine Chance hat."

Abschließend bemerkte Obermülner: "dass Mobbing für viele Menschen enormes Leid erzeugt und vielen Unternehmen enormer finanzieller Schaden entsteht. Aus diesem Grund sollte man das Thema Mobbing nicht oberflächlich ausbeuten, sondern die entstandene Modewelle auf ein angemessenes Niveau zurückführen."

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