• 29.04.2005, 12:51:58
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Steirische Landwirtschaftskammer begrüßt Investitionen in Wasserkraft

Kritische Beurteilung neuer Gaskraftwerke - Kyoto-Ziel wird sonst unerreichbar

Graz (AIZ) - "Eine ausreichende Versorgung mit Elektrizität ist
eine wichtige Voraussetzung für die weitere wirtschaftliche
Entwicklung in der Steiermark. Daher ist es zu begrüßen, dass die
Verbund-AG in den nächsten Jahren Investitionen in der Steiermark
plant. Besonders positiv wird die Investitionstätigkeit im weiteren
Ausbau der Wasserkraft gewertet. Der Bau von zwei Murkraftwerken ist
ein erster Schritt, um die Erzeugung erneuerbarer Energien weiter zu
stärken. Allerdings wäre es wünschenswert, dass der Verbund noch
wesentlich mehr Geld in die Hand nimmt, um die Potenziale der
steirischen Wasserkraft zu nutzen." Dies stellte die steirische
Landwirtschaftskammer heute, Freitag, in einer Aussendung fest.

Durch Gaskraftwerk 2 Mio. t CO2 mehr Emission

Kritischer dagegen werde die Errichtung eines kalorischen
Kraftwerkes auf Gasbasis gesehen, das mit einem Jahresbedarf von etwa
1 Mrd. m3 zum Großteil importiertem Gas die CO2-Emissionen in der
Steiermark um fast 2 Mio. t erhöhen würde. "Der Bau des Kraftwerkes
würde ohne weitere Maßnahmen dazu führen, dass die CO2-Emissionen in
der Steiermark, die schon derzeit 20% höher liegen als im Jahr 1990,
noch einmal um 20% steigen würden. Dadurch würde die Grüne Mark das
Kyoto-Ziel zur Reduktion der Treibhausgasemissionen endgültig nicht
mehr erreichen", so die Kammer. Dies könnte aber auch zu einer
Bedrohung der Land- und Forstwirtschaft und insbesondere des
wichtigsten steirischen Rohstoffes Wald werden. Der Bau solcher
Mega-Kraftwerke würde den Temperaturanstieg beschleunigen. So wären
die langfristigen Schäden wesentlich größer als die kurzfristigen
Vorteile, die der Bau dieser Großkraftwerke bringt, wird betont.

Die Landeskammer verlangt daher von der Landesregierung und der
Verbundgesellschaft eine klare Darstellung, wie die Steiermark auch
bei der Errichtung eines neuen Gaskraftwerkes in Zukunft die
Verpflichtung aus dem Kyoto-Vertrag erfüllen wird. Außerdem sei
darzustellen, warum es nicht möglich ist, durch den verstärkten
Ausbau von Wasserkraftwerken, von Windkraftanlagen und durch neue
Programme zum Stromsparen und zur Verbesserung der Stromeffizienz
eine gesicherte Stromversorgung auf Basis erneuerbarer Energien zu
erreichen. So müsste man die steigende Abhängigkeit von Gasimporten
nicht in Kauf nehmen, die offensichtlich von Jahr zu Jahr teurer
werden, heißt es in der Aussendung.
(Schluss)

Rückfragehinweis:
AIZ - Agrarisches Informationszentrum, Pressedienst

Tel: 01/533-18-43,   mailto:pressedienst@aiz.info
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   FAX: (01) 535-04-38
OTS0218    2005-04-29/12:51

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