AKNÖ/ÖGB-NÖ-Staudinger zum 1. Mai: Arbeitsmarktgipfel allein sind zuwenig, Herr Bundeskanzler!

Besorgniserregend: Die durchschnittliche Höhe des Arbeitslosensgeldes sinkt um 2,9%

Wien (OTS) - "Arbeitsmarktgipfel alleine sind zuwenig",
kommentiert der Präsident der AKNÖ und Vorsitzende des ÖGB-NÖ, Josef Staudinger, das von Bundeskanzler Schüssel für den 1. Mai angekündigte Gespräch zum Arbeitsmarkt. In Österreich steigt die Arbeitslosigkeit ständig: Seit März des Vorjahres um 2,0 Prozent, in Niederösterreich um 6,5 Prozent. Besonders alarmierend: Im Jahresvergleich schnellte die Arbeitslosigkeit der Unter-19-Jährigen um 14,3 % in die Höhe, bei den 20- bis 24-Jährigen ist ein Anstieg um 8,1 Prozent festzustellen. "Diese dramatischen Zahlen zeigen die Fehler der Wirtschaftspolitik und die Auswirkung der Pensionsreform auf," erklärt der AKNÖ/ÖGB-NÖ-Chef. Die von der Regierung als Pensionssicherungsreform bezeichnete Verlängerung der Lebensarbeitszeit entpuppe sich als Arbeitsplatzverhinderungsreform für Jugendliche.****

Staudinger weist auf eine zusätzliche besorgniserregende Entwicklung hin: Laut Berechnungen der AKNÖ-Arbeitsmarktexperten sinkt die durchschnittliche Höhe des Arbeitslosensgeldes um 2,9%, die der Notstandshilfe um 4,3%. "Die Zahl der Arbeitslosen steigt Monat für Monat, gleichzeitig müssen jene Menschen aber mit immer weniger Geld auskommen", kritisiert Staudinger. Arbeitslose Menschen leiden unter hohem Armutsrisiko. Das geringer werdende Arbeitslosengeld und das steigende Risiko der Arbeitslosigkeit wirken sich ebenfalls negativ auf die Wirtschaft aus. "Wenn man bedenkt, dass 56% der österreichischen Wirtschaftsleistung auf den Konsum und die Kaufkraft der privaten Haushalte entfällt, muss schnellstens eine Lösung gefunden werden", fordert der Präsident der AKNÖ.

"Anstatt die Menschen mit Feigenblatt-Aktionen wie 1.-Mai-Arbeitsmarktgipfeln hinzuhalten, sollte diese Regierung endlich wieder ihre Arbeit aufnehmen", so Staudinger. Der AKNÖ-Chef fordert die längst überfälligen arbeitsmarktpolitischen Impulse, wie eine spürbare Entlastung der kleinen und mittleren Einkommen, Investitionen in die Infrastruktur und Qualifizierungsoffensiven für die Beschäftigten.

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