SP-Klubobmann Dr. Karl Frais: FH OÖ: Postenschacher eiskalt durchgezogen

Frais: "Bestellungsvorgang der Marketingleiterin ist gepflastert mit Ungereimtheiten".

Linz (OTS) - "Wenn man sich in der von Landesrat Sigl dominierten Fachhochschule als Maturantin für einen Wirtschaftsakademikerposten bewirbt, dann hat man gute Chancen genommen zu werden", zeigt Frais neue Ungereimtheiten im Zuge der Bestellung der Ex-Sigl-Pressereferentin zur Fachhochschul-Marketingleiterin auf. "Sogar den Fachhochschul-Betriebsrat versuchte die ÖVP mit falschen Behauptungen vor ihren Postenschacher-Karren zu spannen: Dieser habe angeblich dem Bestellungsvorgang zugestimmt - in Wahrheit war er nicht einmal über das Bestellungsprozedere informiert worden". Diesen Ausschluss von den Bestellungsvorgängen habe der Betriebsrat schon mehrfach kritisiert, informiert der SP-Klubchef. "Sigl will offenbar keine unangenehmen Zuhörer dabei haben, wenn er seine Postenschacher-Spielchen spielt. So schaut Objektivierung im Machtbereich der ÖVP aus".

Was von der ÖVP als Zustimmung des Betriebsrats zum Bestellungsvorgang der Marketingsleiterin präsentiert wurde, war in Wirklichkeit etwas völlig anderes: Auf die Frage des FH-Geschäftsführers, ob die Betriebsräte gegen die Ex-Pressereferentin als nunmehrige Marketingleiterin "vorgehen" würden, erklärten diese, dass es ihre Aufgabe sei, für das Personal einzutreten und keine Maßnahmen gegen das Personal zu setzen. Die Betriebsräte gingen allerdings davon aus, dass die Einstellung nach gesetzlichen und ethischen Regeln korrekt verlaufen sei. Der Bruch der Ausschreibungskriterien war ihnen nicht bekannt.

Auf das wiederholte Eintreten des Betriebsrats für Integration und Mitsprache in den Bestellungsverfahren hat die FH-Geschäftsführung nicht einmal reagiert. "Auch der Verweis, dass diese fehlende Beteiligung einen Mangel nach § 99 Arbeitsverfassungsgesetz darstellt, blieb ohne Reaktion. Sigl und die FH-Geschäftsführung werden schon wissen, warum sie sich bei Bestellungen vom Betriebsrat nicht in die Karten blicken lassen wollen", so Frais.

So wird, trotz offenkundigen Missständen beim Bestellungsvorgang und trotz nicht nachvollziehbarer Ablehnung höchst qualifizierter Bewerber schon im Vorfeld, mit 1. Mai 2005 eine Frau Marktingleiterin des oö. Fachhochschulwesens, die als Maturantin nicht einmal das Primärerfordernis des Stellenprofils - nämlich den Abschluss eines Wirtschaftsstudiums - erfüllt. "Bei jedem objektiven Bewerbungsverfahren wäre diese Kandidatin schon im Vorfeld wegen eines primären Ausbildungsmangels ausgeschieden worden", schließt Frais.

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