- 29.04.2005, 10:10:17
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Land&Forst Betriebe vergeben Barthold Stürgkh-Preis
ORF-Regisseur Otto Anton Eder für sein Lebenswerk ausgezeichnet
Wien (OTS) - Mit seinem Namen sind österreichische
Fernsehklassiker wie "Wünsch dir was", "Der Leihopa", "Cafe Central"
ebenso verbunden wie "Zeit im Bild", "Willkommen Österreich" und
"Licht ins Dunkel". Als der ORF-Pionier Otto Anton Eder im
vergangenen Jahr starb, verlor die deutschsprachige Fernsehlandschaft
einen ihrer profiliertesten Regisseure. Gestern Abend wurde ihm für
sein Lebenswerk und besonderes Engagement für die Land- und
Forstwirtschaft der Barthold Stürgkh-Preis verliehen.
ORF-Generaldirektorin Monika Lindner nahm stellvertretend für ihren
Mann die Auszeichnung entgegen.
Mit dem Preis werden seit 1979 Journalisten und Persönlichkeiten
gewürdigt, die sich besondere Verdienste um die Land- und
Forstwirtschaft erworben haben. Gestiftet wird diese Auszeichnung im
Gedenken an Barthold Stürgkh - dem zweiten Präsidenten in der
Geschichte der Land&Forst Betriebe Österreich.
"Otto Anton Eder hat sich in seiner Arbeit als Regisseur von
ORF-Sendungen immer wieder den Fragen des ländlichen Raumes
gewidmet", begründete Felix Montecuccoli, Präsident der Land&Forst
Betriebe, diese Würdigung bei der gestrigen Preisverleihung. "Eine
objektive, einprägsame sowie überregionale Berichterstattung zu den
Themen der Land- und Forstwirtschaft zeichnete seine Programme aus."
"Ich freue mich sehr über diese schöne Auszeichnung für Otto Anton
Eder", sagte ORF-Generaldirektorin Dr. Monika Lindner bei der
Preisübergabe. "Sie soll auch für die jüngere Generation Ansporn und
Motivation sein, die vielfältigen Themen der heimischen Land- und
Forstwirtschaft in die Köpfe und Herzen der Menschen zu bringen."
Mit viel Einfühlungsvermögen und großem persönlichem Engagement
widmete sich Otto Anton Eder bis knapp vor seinem Tod dem Filmwerk
"Ein Leben mit Holz". Im Mittelpunkt der Dokumentation stehen jene
Menschen, deren Existenz unmittelbar mit dem Rohstoff Holz in
Verbindung steht - Forstwirte, Waldbauern, Tischler, Architekten,
Fassbinder und Instrumentenbauer. Darin wird dem Zuseher in
anschaulicher und verständlicher Weise die große Vielfalt und
Bedeutung des nachwachsenden Rohstoffes vermittelt. Lebensnahe
Bilder, einfühlsame Texte und fachliche Kompetenz prägen auch diese
letzte Arbeit von Eder. "Mit seinem Lebenswerk hat Otto Anton Eder
die vielfältige Bedeutung der Land- und Forstwirtschaft vielen
Menschen näher gebracht", betonte Montecuccoli. "Er hat damit in der
medialen Berichterstattung über unser Leben mit Wald und Holz neue
Maßstäbe gesetzt."
Otto Anton Eder wurde am 1. Februar 1930 in Klagenfurt geboren.
Zunächst studierte er Theaterwissenschaft und sammelte als
Regieassistent am Theater an der Wien und in den Kammerspielen
praktische Erfahrungen. Nach Absolvierung der Bühnenprüfung als
Regisseur gehörte er in den fünfziger Jahren zu den hoffnungsvollsten
jungen Theaterregisseuren des Landes. Mit der Geburtsstunde des
Fernsehens in Österreich begann 1955 auch Eders ORF-Karriere. 1968
war er Regisseur des ersten durchmoderierten Fernsehprogramms der
ORF-Geschichte.
Otto Anton Eders Vielseitigkeit als TV-Regisseur beweist die Liste
jener Fernsehereignisse, die unter seiner Regie entstanden. Opern-
und Theaterproduktionen gehörten ebenso dazu wie Fernsehspiele
("Heiße Tage im Juli", "Tod eines Politikers", "Totentanz"),
Kabarett- und Musikproduktionen, Sportveranstaltungen (Olympische
Winterspiele von Innsbruck 1976, Ski- und Formel-1-Rennen) und
politische und gesellschaftliche Großereignisse (US-Wahlnacht 1968,
Gipfel Kennedy - Chruschtschow in Wien, Papstbesuch 1983, Opernball).
Für den TV-Film "Leonardo" errang Eder internationale Reputation beim
Festival der Goldenen Rose von Montreux.
Nachdem Otto Anton Eder die Regie des von ihm mitkonzipierten
"Willkommen Österreich" übergeben hatte, konzentrierte er sich auf
die Ausbildung von Nachwuchsregisseuren. Neben seiner Liebe für die
Regie blieben dem Allrounder aber auch Zeit für viel beachtete
Auftritte als Schauspieler. So war er etwa in "Die Fernsehsaga - Eine
steirische Fernsehgeschichte" und in allen vier "Polt"-Verfilmungen
zu sehen.
OTS0085 2005-04-29/10:10
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