Wiener Gemeinderat (6)

Förderungen im Sportbereich

Wien (OTS) - GR Walter Strobl (ÖVP) wies darauf hin, dass vergleichbare europäische Städte weit mehr Geld für Sport ausgeben. Auch kritisierte er, dass der neu organisierte Sportförderungsbeitrag den Fachverbänden kaum Autonomie einräume und auch mit seiner Refundierung - etwa bei Ländermatches - zu leichtfertig umgegangen würde. In einem Antrag verlangte er daher, dass die Dachverbände und der Fußballbund die vorhandenen Mittel zur eigenen Verfügung übertragen bekommen sollten. Er forderte auch eine engere Verflechtung zwischen Sport und Schule und verlangte daher in einem weiteren Antrag eine Studie, wie ganztägig geführte allgemeinbildende Schulformen in Wien umgesetzt werden könnten.

GR Günther Barnet (BZW) bezweifelte, dass die großen Sportverbände die ihnen zur Verfügung gestellten Beträge gerecht an die kleinen Vereine verteilen. Auch kritisierte er am Beispiel der Finalis der österreichischen Eishockeymeisterschaft das Fehlen entsprechender Mehrzweckhallen in Wien, noch dazu, wo die Stadthalle technisch veraltet sei. Er brachte einen Antrag für die Errichtung von Mehrzweckhallen möglichst am Stadtrand ein. In einem weiteren Antrag forderte er die möglichst rasche Nachbesetzung der Leitung des seit langen vakanten Wiener Sportamtes.

GR Mag. Thomas Reindl (SPÖ) verwahrte sich gegen die Forderung Barnets, Sporthallen, vor allem am Stadtrand zu errichten und wies darauf hin, dass laut einer Studie des Bundeskanzleramtes Wien die höchste Sportförderung pro Kopf habe. Er betonte, die Ausschreibung für die Leitung des Sportamtes sei unmittelbar erfolgt, auch die Hearings seien abgeschlossen, sodass in Kürze eine Entscheidung getroffen werden könne.

Abstimmung: Der Akt wurde einstimmig angenommen, Anträge auf eigene Sportbudgts für die Bezirke sowie rasche Nachbesetzung des Sportamtes abgelehnt, restliche Anträge einstimmig angenommen.

Freies Radio Wien

GR David Ellensohn (Grüne) verwahrte sich gegen eine ÖVP-Aussendung, in der behauptet wurde, bei Radio Orange könne von freier Berichterstattung keine Rede sein. Gerade die freie Berichterstattung sei für die ÖVP offenbar Grund genug, die Subvention von 320.000 Euro abzulehnen.

GR Dr. Wolfgang Aigner (ÖVP) konterte, Freiheit könne nicht sein, am Gängelband des Subventionsgebers zu hängen. Ein Parteisender gehöre nicht mit Steuergeldern subventioniert.

GR Ing. Herbert Rudolph (FPÖ) wies darauf hin, dass Radio Orange außer der Subvention der Stadt Wien über keine ausgewiesenen Einnahmen verfüge. Es sei auch nicht im Sinne der Stadt, um 320.000 Euro eine Gruppe zu subventionieren, die durch die Zielsetzung des Verzichts auf professionelle Journalisten und Ablehnung von Werbung ausschließlich eigene Ideen verwirklichen wolle. (Forts.) rö/rr

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