Postkarten an Schüssel und Blair

Welthaus: Armutsbekämpfung ist eine Frage der Prioritäten

Wien (OTS) - Alle drei Sekunden stirbt ein Kind - an Hunger oder vermeidbaren Krankheiten. Vor fünf Jahren wurden von den UNO-Mitgliedsstaaten die Millennium Entwicklungsziele (MDGs) verabschiedet, um dem ein Ende zu machen. Die Umsetzung der ambitionierten Ziele - Halbierung der Armut, Schulbesuch für alle Kinder, Verbesserung der Gesundheitsversorgung bis 2015 - rückt jedoch zunehmend in weite Ferne. Einen Monat vor der EU-Ministerkonferenz zum Thema Entwicklung haben NGOs in Österreich und europaweit einen MDG-Schattenbericht vorgelegt (Download:
http://www.nullkommasieben.at/start.asp?b=249). Resümee: Die
bisherigen Anstrengungen der UNO-Mitgliedsstaaten zur Erreichung der Millenniumsziele sind absolut unzureichend. In einigen Bereichen wie etwa bei den Neuinfektionen mit HIV hat sich die Situtation weiter verschlimmert. "Für die Umsetzung der zahlreichen Pläne zur Armutsbekämpfung bräuchte es auch einen neuen politischen Willen. Österreich hat sich bereits 1970 verpflichtet, 0,7 % des Bruttonationalprodukts für Entwicklungszusammenarbeit auszugeben. 2003 waren es ganze 0,2 % - eine beschämende Bilanz für das sechstreichste Land der Welt", kritisiert Dietmar Schreiner vom Welthaus Graz. Derzeit läuft in Österreich die internationale Kampagne "Stoppt die Armut". Die Hauptforderungen: Verdoppelung der Entwicklungshilfe, zusätzlicher Schuldenerlass, gerechte internationale Handelsregeln und Verantwortung von Unternehmen für die Einhaltung von Menschenrechten. Auf www.welthaus.at kann man Postkarten an Kanzler Schüssel und den britischen Premier Blair unterschreiben, die die Regierungsvertreter zum Handeln auffordern. Im Sommer werden die Karten im Rahmen von Aktionen an die beiden Politiker übergeben.

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