• 27.04.2005, 16:12:21
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PRÄSIDENT KHOL TRIFFT DEN AUSSENMINISTER VON BURKINA FASO Ouedraogo dankt Österreich für Hilfe bei Ausbildung von Jugendlichen

Wien (PK) - Nationalratspräsident Andreas Khol hat heute
Nachmittag den Außenminister von Burkina Faso, Yousouff
Ouedraogo, zu einem Gespräch im Hohen Haus empfangen. Die
österreichische Entwicklungshilfe leiste einen enormen Beitrag
für sein Land, vor allem hinsichtlich der Ausbildung von
Jugendlichen, hob Ouedraogo hervor. Burkina Faso, das eines der
fünf Schwerpunktländer im Bereich der Entwicklungshilfe ist, habe
eine große Bedeutung für Österreich, betonte Präsident Khol, was
auch durch die Erhöhung der Mittel um 30 % zum Ausdruck komme. Er
hoffe, dass die österreichischen Anstrengungen Früchte tragen und
zu einer guten, stabilen Entwicklung in Burkina Faso sowie der
gesamten Region beitragen.

Außerdem wurden die Zusammenarbeit zwischen den afrikanischen
Staaten, die politische Situation in den Nachbarländern sowie die
Kooperation mit der Europäischen Union angesprochen.

Es stelle für ihn eine große Freude und Ehre dar, Gespräche mit
höchstrangigen politischen Vertretern im österreichischen
Parlament führen zu können, meinte Außenminister Ouedraogo. Im
Namen seines Landes dankte er für die Unterstützung durch
Österreich, das vor allem im Bereich der Ausbildung von jungen
Menschen, speziell in technischen und handwerklichen Berufen,
einen äußerst wichtigen Beitrag leiste. Es sei das größte
Geschenk für ein Land, wenn jungen Menschen eine berufliche
Perspektive für die Zukunft gegeben wird.

Präsident Khol zeigte sich sehr erfreut darüber, dass das
anerkannte österreichische duale Lehrlingsausbildungssystem auch
in Burkina Faso so erfolgreich angewendet wird. Er hoffe, dass
durch die Neustrukturierung der Entwicklungshilfe und der
Einrichtung der ADA (Austrian Development Agency) die bilaterale
Kooperation noch verbessert werden könne. Äußerst wichtig sei
auch, dass demokratische Stabilität im Land herrsche, weil damit
Konflikten der Nährboden entzogen werde.

Sodann berichtete Ouedragao über die derzeitige Situation in
seinem Land, das in den letzten Jahren eine erfreuliche
Entwicklung genommen habe. Es herrschen stabile demokratische
Verhältnisse, das Wirtschaftswachstum betrage durchschnittlich 6
% und es sei gelungen, dass mittlerweile 52 % der Kinder und
Jugendlichen eine Schulausbildung erhalten. Allerdings sei ein
noch intensiverer Einsatz von Mitteln erforderlich, um diese
Quote zu steigern und um die so genannten Millenium-Goals bis
2015 zu erreichen. Außerdem mangle es an Schulgebäuden,
informierte der Außenminister, viele Kinder müssen noch in
einfachen Schuppen unterrichtet werden, wo es schon zu
Todesfällen aufgrund von Schlangenbissen gekommen ist.

Intensive Anstrengungen werden auch im Kampf gegen die Armut
sowie gegen die Ausbreitung der Krankheit Aids unternommen, wo
mittlerweile große Erfolge erzielt werden konnten. Eine positive
Entwicklung gebe es auch bezüglich der Zusammenarbeit zwischen
den afrikanischen Ländern bzw. im Rahmen der Afrikanischen Union,
da es gelungen sei, Konflikte offener anzusprechen, als dies
früher der Fall war. Von großer Bedeutung sei auch, dass die
Kontakte zwischen Afrika und der EU intensiviert werden, wünschte
sich der Außenminister.

Der Gast und seine Delegation werden sich noch bis 30. April in
Österreich aufhalten, wobei Treffen mit Bundeskanzler Wolfgang
Schüssel und Außenministerin Ursula Plassnik in Aussicht genommen
sind. (Fortsetzung)

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OTS0246    2005-04-27/16:12

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