- 27.04.2005, 11:26:42
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Flächenumwidmung auf Kosten der Bewohner der Inneren Stadt
Stadt Wien sind Büros wichtiger als Wohnraum
Wien (OTS) - Mit über 8.000 Betrieben sind in der Inneren Stadt
mehr Arbeitsstätten beheimatet als in jedem anderen Bezirk. Der Stadt
Wien dürfte dies aber noch zu wenig sein und versucht jetzt durch
eine Flächenumwidmung zwischen Stubenring und Herrengasse weiteren
Büroraum zu schaffen. Ab Sommer 2005 sollen in diesem Bereich, ohne
jegliche Einschränkung, viele vorhandene Wohnungen in Büros
umgewidmet werden dürfen. Die ÖVP Innere Stadt sieht dadurch den
attraktiven Wohnbezirk als massiv gefährdet und fürchtet in Zukunft
eine Reduktion der Wohnbevölkerung.
Trotz massiver Ablehnung in der Bezirksvertretung wollen die SPÖ im
Bezirk und die MA21 an dieser umstrittenen Umwidmung festhalten.
VP-Bezirksrat der Inneren Stadt, Architekt Dipl. Ing. Werner
Winterstein fordert von der Stadt Wien eine nochmalige Überprüfung
der geplanten Maßnahme und eine plausible Erklärung: "Seit 1991 ist
die gesamte Innenstadt Wohnzone. Für jeden umgewidmeten Büroraum
mußten Ersatzwohnungen im Bezirk errichtet werden. Die SPÖ ignoriert
diese Vereinbarung und versucht dies nun durch die geplanten
Umwidmungen zu umgehen."
768 Wohnungen sind durch die möglichen Umwidmungen von Wohn- in
Büroraum gefährdet. Häuser mit Mischnutzung könnten zu einem einzigen
Bürokomplex mutieren. Winterstein: "Unzählige Büros stehen in ganz
Wien leer. Statt in diesen Bereichen eine attraktive Infrastruktur zu
schaffen, will die Stadt Wien anscheinend die Innere Stadt als
Wohnraum zerstören. Die ÖVP Innere Stadt will diesem Trend einen
Riegel vorschieben." (Schluss)
OTS0133 2005-04-27/11:26
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