- 27.04.2005, 10:30:00
- /
- OTS0091 OTW0091
Gorbach: 60 Jahre Österreich II - mit Dank und Demut in die Zukunft blicken
Die Zweite Republik: eine Geschichte des Friedens, der Freiheit und des Wohlstands
Wien (OTS) - Heute vor 60 Jahren schlug die Geburtsstunde der
Zweiten Republik. Nach entbehrungsreichen und leidvollen Jahren des
Krieges und der Verfolgung wurde Österreich vom totalitären und
menschenverachtenden Regime des Nationalsozialismus befreit, zehn
Jahre später erlangte es die staatliche Souveränität wieder und wurde
frei und unabhängig.
Die Geschichte der Zweiten Republik ist eine Geschichte des Friedens,
der nunmehr sechs Jahrzehnte andauert. Die Verfassung der Republik
Österreich hat den Bürgern zu demokratischer Stabilität, allgemeinem
Wohlstand, sozialer Gerechtigkeit und Rechtsstaatlichkeit verholfen.
*****
Vizekanzler Hubert Gorbach: "Wir haben gute Gründe, dies zu feiern -
aber auch, in uns zu gehen und uns in Demut zu üben. Wir dürfen nicht
vergessen, aus welcher Asche dieser "Phoenix" Österreich entstiegen
ist. Es ist unsere Pflicht, dauerhaft dafür zu sorgen, dass wir aus
der Geschichte lernen und daraus weise Schlüsse für die Zukunft
ziehen."
Gorbach betonte, es gelte vor allem Dank zu sagen:
Dank all jenen, die diese Republik unermüdlich aufgebaut und zu dem
gemacht haben, was sie heute ist: eine hochentwickelte Demokratie auf
dem Fundament der Freiheit und des Wohlstands. Dank jenen, die für
diese Freiheit Österreichs große Opfer bringen oder gar ihr Leben
lassen mussten. Dank an jene, die diese Republik unter schwierigsten
Umständen aus der Taufe gehoben, mit großer Klugheit in die
Unabhängigkeit geführt und später gestaltet haben. Dank aber auch
jenen, die Österreich beim Wiederaufbau geholfen und letztlich die
Unabhängigkeit gewährt haben.
"Die Feierlichkeiten sollten uns auch Anlass dazu geben, weiter nach
vorne - in die Zukunft - zu schauen und die Erfolgsgeschichte der
Zweiten Republik fortzusetzen", so Gorbach. Es sei notwendig,
Österreich mit Weitblick, Innovationskraft und Augenmaß zu gestalten
und weiterzuentwickeln und sich mit Konsens- und Kritikfähigkeit den
Fragen der Zeit und den Herausforderungen des 21. Jahrhunderts zu
stellen.
"Wir werden nach bestem Wissen und Gewissen unser Heimatbewusstsein,
unsere Bildung, unseren Gemeinschaftssinn und unseren Wohlstand zu
erhalten und zu mehren versuchen. Dann wird es uns gelingen, was
unseren Eltern und Großeltern gelungen ist: weitere 60 Jahre in
Frieden zu leben - in einem gemeinsamen Haus Europa", schloss der
Vizekanzler. (Schluss)
OTS0091 2005-04-27/10:30
OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NVM






