- 27.04.2005, 10:00:00
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WO NICHT GEWOHNT WIRD, WIRD GESTOHLEN: EINBRUCH IN ZWEITWOHNSITZE
Niederösterreich: Zahl der Einbrüche in nicht ständig benutzte Wohnobjekte um 21,7 Prozent gestiegen - Richtige Sicherung auch für Zweitwohnsitze nötig!
Wien (OTS) - Viele Wiener zieht es an den Wochenenden und in den
Ferien aus dem Rummel der Großstadt hinaus aufs Land. Bevor man sich
im Garten des schmucken Zweitwohnsitzes die Sonne auf den Bauch
scheinen lassen kann, gibt es für so manchen aber eine böse
Überraschung. "Wenn das Feriendomizil sehr einladend aussieht, prüfen
Einbrecher gerne mal nach, ob es da nicht etwas zu holen gibt", warnt
DI Bernhard Noll, Leiter des Instituts für Technische Sicherheit
(ITS). 2004 wurden in ganz Österreich 2.815 Einbruchdiebstähle in
nicht ständig benutzte Wohnobjekte gemeldet und damit um 8,4 Prozent
weniger als 2003. Niederösterreich machte aber den Trend nicht mit,
denn 2004 wurden in diesem klassischen Zweitwohnsitz-Gebiet 785 und
damit um 21,7 Prozent mehr Einbrüche als im Jahr zuvor verzeichnet.
Beinahe zwei Drittel aller Einbrüche in nicht ständig benutzte
Wohnobjekte finden damit in Niederösterreich statt. "Gleichzeitig ist
die Aufklärungsrate seit 2002 aber stetig gesunken", weiß Noll. "In
Niederösterreich lag sie im Jahr 2002 noch bei 26,3 Prozent, 2004
konnten nur mehr elf Prozent der bekannt gewordenen Fälle aufgeklärt
werden. Im österreichweiten Schnitt waren es immerhin 15,5 Prozent."
Dieben nicht die Räuberleiter machen!
Gartenmöbel, Mülltonnen, vielleicht sogar eine Leiter: Das alles sind
willkommene Aufstiegshilfen für Einbrecher. Deshalb sollten solche
potenziellen Hilfsmittel immer sorgfältig weggesperrt werden. Egal,
ob man nur kurz einkaufen geht, am nächsten Wochenende wieder kommt
oder den Zweitwohnsitz einwintert: Alle Türen und Fenster sollten
stets sorgfältig versperrt werden. Der Gartenzwerg sollte aber nicht
der Hüter der Hausschlüssel sein, genau so wenig wie Türvorleger oder
Blumentopf - da schauen Diebe sofort nach! Ein Zweitwohnsitz ist auch
kein geeigneter Aufbewahrungsplatz für Wertsachen. Egal ob in der
Stadtwohnung oder im Ferienhaus: Schmuck & Co. sind im Tresor am
sichersten.
Der größte Feind listiger Diebe sind aufmerksame Nachbarn. Wenn
möglich sollten diese gebeten werden, den Briefkasten zu entleeren.
Für den Fall der Fälle ist auch der Austausch der Telefonnummern
sinnvoll, damit der Nachbar sofort Alarm schlagen kann. "Wenn im
Zweitwohnsitz ein Anrufbeantworter installiert ist, sollten darauf
nie Informationen über den derzeitigen Aufenthaltsort und die
geplante Rückkehr zu hören sein", rät Noll.
Der richtige Schutz für den Zweitwohnsitz
Elektronische und mechanische Sicherungsmaßnahmen schützen am
effektivsten vor ungewolltem Besuch. Untersuchungen haben ergeben,
dass sich rund drei Viertel der Täter bereits von einer gut
erkennbaren Einbruchmeldeanlage abschrecken lassen. Am meisten wird
die stille Alarmierung gefürchtet, bei der Langfinger nicht sicher
sein können, ob sie ausgelöst wurde oder nicht. "Wenn im
Zweitwohnsitz eine Alarmanlage installiert wird, muss man sich vorher
aber auch darüber Gedanken machen, wie die Alarmierung erfolgen soll.
Gerade bei abgelegenen Feriendomizilen ist die Frage, wer überhaupt
reagieren kann, nicht ganz einfach", gibt Noll zu bedenken. "Wer ist
in der Nähe, wer kann und will etwas ausrichten: die Polizei, ein
Wachdienst, der nächstgelegene Nachbar?"
Deswegen empfiehlt es sich auf jeden Fall, auch auf mechanischem Weg
für Sicherheit zu sorgen. Im Erdgeschoss und Keller müssen Türen und
Fenster besonders gesichert werden. Geprüfte einbruchhemmende
Fensterbeschläge in Verbindung mit absperrbaren Fenstergriffen, in
die Hauswand eingelassene Fenstergitter, richtig eingebaute Rollläden
und nach ÖNORM B5338 ausgeführte Sicherheitstüren machen Einbrechern
das Leben ziemlich schwer. "Wichtig ist ein ganzheitliches Konzept,
denn die einbruchsicherste Eingangstür hilft nichts, wenn die
Terrassen- oder Kellertür ungesichert bleiben", warnt Noll. "Deswegen
sollte man sich immer von einem Profi beraten lassen, der die
richtige Lösung in puncto Preis, Leistung und Durchführbarkeit
ausarbeitet."
OTS0070 2005-04-27/10:00
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