AK-Erfolg für berufstätige Mütter: Wochengeld wird rückwirkend neu berechnet

Linz (OTS) - Konsequente Interessenvertretung lohnt sich: Auf
Druck der Arbeiterkammer Oberösterreich wird das Wochengeld in Zukunft für jene Mütter neu berechnet, die in den letzten drei Monaten vor dem Beginn der Schutzfrist sowohl Kinderbetreuungsgeld als auch Arbeitseinkommen bezogen haben. Diese bisher benachteiligten Frauen können eine Nachzahlung beantragen.

Das Wochengeld errechnet sich aus dem Durchschnittseinkommen der letzten drei Monate vor Beginn der Schutzfrist. Für eine junge Mutter aus dem Bezirk Eferding, die nach dem Ende des Kinderbetreuungsgeld-Bezuges nur wenige Tage gearbeitet hatte, ergab sich dadurch ein tägliches Wochengeld von nur 57 Cent. Wäre sie direkt vom Bezug des Kinderbetreuungsgeldes in den Mutterschutz gegangen, hätte sie 26 Euro pro Tag bekommen.

Auf diese Gesetzeslücke hatte die AK Oberösterreich Bundesministerin Rauch-Kallat in einem Schreiben aufmerksam gemacht. Nachdem auch die Medien ausführlich über den Fall berichtet hatten, verkündete die Ministerin heute bei einer Pressekonferenz eine neue Regelung. Wie von der AK gefordert, wird künftig auch in solchen Fällen das Kinderbetreuungsgeld in die Berechnung des Wochengeldes mit einbezogen. Die Neuregelung soll mit 1. Juli 2005 in Kraft treten, per Antrag können alle vorherigen Fälle neu berechnet und nachgezahlt werden.

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