Österreich-Kongress der Waldpädagogen tagte in Tirol

250.000 Kinder erlebten bislang den Wald mit allen Sinnen

Wien (AIZ) - Der dritte Österreich-Kongress der 320 heimischen Waldpädagogen fand am vergangenen Wochenende in Kirchberg in Tirol statt. Ausgebildete Forstleute vermittelten bislang 250.000 Kindern in Österreich Waldwissen und boten Walderleben mit allen Sinnen. Waldpädagogik ist im internationalen Walddialog verankert und ist als Naturvermittlerberuf anerkannt. "Nur wenn wir das Verständnis für und das Wissen rund um den Wald vermitteln, können wir der Gesellschaft die vielen positiven ökologischen und ökonomischen Wirkungen und die Leistungen des Waldes näher bringen. Die Waldpädagogik hat sich zum Ziel gesetzt, diesen 'Weg in den Wald' mit Herz und Verstand zu begleiten und aufzuzeigen", erklärt Alfred Fürst, Präsident des Vereines der Waldpädagogen Österreichs.

Der Verein "Waldpädagogik Österreichs" wurde im März 2001 gegründet und verfolgt das Ziel, österreichweit die Aktivitäten rund um die Waldpädagogik zu koordinieren, zu fördern und die Qualität der Führungen zu sichern. Sitz des Vereins ist die Forstliche Ausbildungsstätte Ort des Bundesamtes für Wald in Gmunden/OÖ. 320 forstlich und pädagogisch versierte Mitglieder gehören dem Verein an und haben in den vier Jahren des Vereinsbestehens rund 250.000 Kinder durch den Wald geführt. Hauptzielgruppe ist vorzugsweise die Altersgruppe der 8- bis 12-Jährigen, aber auch Teenager. Zur Anerkennung als Waldpädagoge benötigt man eine forstfachliche Wissensbasis, die durch eine zusätzliche Waldpädagogik-Ausbildung abgerundet wird. An den forstlichen Ausbildungsstätten in Österreich wird den Forstleuten diese Eignung in drei aufeinander aufbauenden Modulen vermittelt.

Österreich ist internationaler Vorreiter

Österreich ist rund zur Hälfte mit Wald bedeckt und gehört damit zu den waldreichsten Ländern der Erde. Der Holzexport nimmt nach dem Tourismus den zweiten Rang in der heimischen Außenhandlesbilanz ein. Österreich gehört auch zu den Vorbildern im Bereich nachhaltiger Forst- und Holzwirtschaft. Diese Vorreiterrolle nimmt international auch die österreichische Waldpädagogik ein. Das Zertifizierungssystem der Ausbildung und die menschlich ansprechende Vermittlung der Inhalte sind Vorbild selbst für große Waldländer. Dabei wird nicht in erster Linie auf die Vermittlung von Schulwissen gesetzt, sondern auf das Erleben des Waldes mit allen Sinnen.

Derzeit erfolgt der Aufbau eines europäischen Waldpädagogen-Netzwerkes mit Ländern wie Deutschland, Tschechien, Ungarn und Finnland. Der Verein der Waldpädagogen Österreichs arbeitet auch in diesem Bereich mit der Forstsektion im Lebensministerium zusammen und koordiniert gemeinsam alle Aktivitäten.

Im Internet präsent

Unter der Internet-Adresse www.waldpaedagogik.at werden die Organisation und die Ziele der Waldpädagogen vorgestellt und die Ausbildungsmöglichkeiten angeführt. Ein Suchverzeichnis hilft auch, den richtigen Waldpädagogen am richtigen Ort zu finden. Die Nachfrage nach Führungen ist sehr groß. Das Angebot wird vorzugsweise von Schulen genutzt.

Nähre Informationen sind beim Verein der Waldpädagogen Österreichs, 4810 Gmunden, Johann Orth Allee 16, E-Mail:
office@waldpaedagogik.at, erhältlich. Ansprechpartner ist Geschäftsführer Albert Botka, Tel.: 07612/644 10; Mobil: 0664/926 1485.
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