Verkehr: UITP-Weltkongress 2009 - Wien erhält Zuschlag

3000 Experten aus dem Bereich Öffentlichen Personennahverkehrs widmen sich der Zukunft der Städte

Wien (PWK293) - Der Internationale Verband für öffentliches Verkehrswesen UITP (Union Internationale des Transports Publics) mit Sitz in Brüssel, wird den Weltkongresses 2009 in Wien abhalten. Der im Zweijahresturnus (Juni 2005 in Rom) abgehaltene Kongress wird von über 3.000 Delegierten aus aller Welt besucht, die sich den vielfältigen Themenstellungen des ÖPNV (Öffentlichen Personennahverkehrs) widmen. Die österreichische Hauptstadt konnte sich damit gegenüber Mitbewerbern wie Brüssel, Lyon und Dubai durchsetzen. Die UITP ist eine weltweite Organisation, mit insgesamt mehr als 2.500 Mitgliedern aus 80 Staaten, die im Sinne der Daseinsvorsorge einen wesentlichen Beitrag zu einer nachhaltigen Zukunft der Städte leistet. "Die Entscheidung für Wien beweist die hohe Wertschätzung, die man uns entgegenbringt," zeigt sich Harald Bollmann, Obmann der Sparte Transport und Verkehr der Wirtschaftskammer Österreich, erfreut.

Wien hat nicht zuletzt aufgrund des international vorbildlichen, dichten und gleichmäßig verteilten ÖPNV-Netzes den Zuschlag erhalten. Der Verkehrsverbund Ost VOR versorgt im Verbundraum über 2,6 Mio Einwohner und befördert jährlich über 776 Mio Personen. Entgegen dem europäischen Trend steigt die Anzahl der Menschen in Wien, die die "Öffis" benutzen. "Wie innovativ Wien ist, zeigt sich unter anderem daran, dass die neuen U2-Stationen Taborstraße, Praterstern und Schottenring vollständig mit Erdwärme je nach Jahreszeit beheizt oder gekühlt werden, was international für diesen Bereich einzigartig ist," betont Bollmann. Schon im Gründungsjahr der UITP 1885 in Belgien fand sich unter den Gründungsmitgliedern bereits ein Vorläuferunternehmen der Wiener Linien. Es galt bereits damals mit dem nötigen Weitblick "Informationen und beste Praktiken auszutauschen und für den öffentlichen Personennahverkehr zu werben," so Bollmann.

In den nächsten 30 Jahren wird die Stadtbevölkerung um mindestens ein Viertel wachsen, die Zahl der Städte mit mehr als 10 Millionen Einwohnern wird bis 2030 auf 23 steigen. "Ein steigendes Mobilitätsbedürfnis, die demografische Entwicklung, aber auch die Abgas- und Partikelentwicklung, werden den urbanen öffentlichen Verkehr vor neue Herauforderungen stellen. Gerade deshalb ist eine nachhaltige Entwicklung der Mobilität im ÖPNV unter Bedachtnahme umweltpolitischer, sozial gerechter und wirtschaftlicher Aspekte notwendig", so Bollmann abschließend. (EBK)

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