Kopietz: Orange

Blau! Neue Farbe, gleicher Inhalt!

Utl.: Fall Kampl macht Etikettenschwindel überdeutlich: Vorgestrig statt "flott, modern und jugendlich"=

Wien (SPW) "Ist Orange gleich Blau? Laut Farbenlehre unmöglich, aber die politische Realität in Österreich hat uns wieder einmal eines besseren belehrt! Da nennt zum Beispiel der orange Bundesrat und Bürgermeister von Gurk, Siegfried Kampl Wehrmachtsdeserteure ‚zum Teil Kameradenmörder'. Und er ortet in der österreichischen Nachkriegszeit eine "brutale Nazi-Verfolgung'. Diese durch nichts zu rechtfertigende Aussage ist klassischer Geschichtsrevisionismus: Auf beschämende und unzumutbare Weise wird da versucht, Täter in Opfer um zu schreiben. Gerade vor dem Hintergrund des sechzigsten Jahrestages der Befreiung vom Nationalsozialismus darf eine solche Geisteshaltung im österreichischen Parlament keinen Platz haben! Dass Herr Kampl demnächst turnusmäßig als Bundesratspräsident das dritthöchste Amt im Staat innehaben wird, macht diesen Fall noch brisanter", betonte der Wiener SPÖ-Landesparteisekretär, LAbg. Harry Kopietz am Samstag gegenüber dem Pressedienst der SPÖ Wien.****

In Hinblick auf die Spaltung der Freiheitlichen und die Positionierung des BZÖ als angeblich ‚flotte, moderne und jugendliche' Bewegung ohne Altlasten hielt Kopietz fest: "Die jüngsten Ereignisse haben eines ganz klar gemacht: Da liegt Etikettenschwindel vor. Auch wenn sich FPÖ und BZÖ nach außen hin gespalten haben und noch so deftige Rosenkriege miteinander ausfechten, sie bleiben Teil ein und derselben Gesinnung:
Hoffnungslos vorgestrig und hart über den rechten Rand hinaus", so Kopietz. Gerade die Person Kampl verdeutliche diese Kontinuität, die sich nun nicht mehr mit Feel Good-Inszenierungen wie am BZÖ-Gründungsparteitag übertünchen lasse, unterstrich der Landesparteisekretär: "Der nunmehr orange Bundesrat zählte immer schon zum freiheitlichen Urgestein, hat sich selbst als "heimatverbunden" und national bezeichnet. Nachdem sich Jörg Haider von der FPÖ abwandte und das "BZÖ" ins Leben rief, ist ihm Kampl ohne zu zögern gefolgt. Und so wurde aus Blau orange - rein äußerlich zumindest. Aber die Österreicherinnen und Österreicher werden sich durch diesen Maskierungsversuch ganz sicher nicht irreführen lassen."

Angesichts der fließenden Übergänge zwischen FPÖ/BZÖ sei es nur konsequent, wenn Jörg Haider seinen treuen Bundesrat einen "konstruktiven Burschen" nennt, so Kopietz, der abschließend feststellte: "Von Bundeskanzler Wolfgang Schüssel gab es bislang nur das übliche Schweigen. Aber wer hätte vom "Schweigekanzler" ernsthaft etwas anderes erwartet? Er bleibt an diesen blau-orangen Partner gekettet, koste es was es wolle. Und so wird er es sein, der ganz allein die Verantwortung trägt, wenn sich Österreich wegen dieser Koalition während der EU-Präsidentschaft international isoliert, wie es schon einmal unter Schwarzblau der Fall gewesen ist." (Schluss) tr

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