Morgen, vor 60 Jahren: 24. April 1945

Wien (OTS) - Im Gedenken an die Geschehnisse der letzten Tage des Zweiten Weltkrieges, vom erstmaligen Betreten Wiener Bodens durch sowjetische Truppen am 6. April bis zur Ausrufung der Zweiten Republik am 29. April im Roten Salon des Wiener Rathaus, erinnert bis 29.4. die rathaus korrespondenz täglich an die wichtigen Vorkommnisse jener Tage. Die chronologische Textsammlung ist unter der "rathaus korrespondenz im Rückblick" abrufbar(
http://www.wien.gv.at/ma53/45jahre/ ).

Die Rote Armee erobert in Berlin Haus um Haus, an der Westfront wird Stuttgart besetzt, der Rückzug in Italien ist zur ungeregelten Flucht geworden, alle Brücken über den Po werden von der Wehrmacht gesprengt, ohne dass dies den Vormarsch der Alliierten aufhalten kann. Fast ganz Jugoslawien ist von der Armee Titos befreit. -Der Großteil Wiens ist wieder mit Wasser und stundenweise mit Strom versorgt. Es gibt jedoch keine Lebensmittelversorgung. Vor allem alte und gebrechliche Menschen, die sich nicht an den Plünderungen der Lebensmittellager beteiligen konnten, haben nichts mehr zu essen. Menschen sterben am Hunger. - Im Apollo gibt es die ersten Kinovorstellungen im neuen Österreich. Gezeigt wird der russische Spielfilm "Iwan der Schreckliche". - Die meisten Apotheken öffnen wieder. Es gibt noch Vorräte verschiedener Medikamente. - Im Raum St. Andrä Wördern tauchen plötzlich versprengte deutsche Soldaten auf. Es kommt zu Gefechten mit mehreren Toten. (Schluss) red/

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