VP-Gerstl: Wiener Linien müssen Anstrengungen verdoppeln, wenn Autoverkehr nicht weiter zunehmen soll

Hausaufgaben erledigen ist Voraussetzung für mehr Fahrgäste

Wien (VP-Klub) - "Nur jene Verkehrsbetriebe, die in Zukunft ihre Hausaufgaben ordentlich erledigen, werden ihre Fahrgastanteile halten und auch weiter ausbauen können. Sollte es den Wiener Linien nicht gelingen, in den Bereichen Fahrgastkomfort und Schnelligkeit zuzulegen, wird der Autoverkehr in Wien weiter zunehmen, weil die Autofahrer keinen Anreiz sehen, auf Öffentliche Verkehrsmittel umzusteigen", betonte heute ÖVP Wien Verkehrssprecher LAbg. Wolfgang Gerstl in Reaktion auf die Bilanzpräsentation der Wiener Linien.

Die daher notwendige Standardanhebung der Wiener Linien kann, so Gerstl, nur gesteigert werden, wenn es den Wiener Linien gelingt, die Intervalle deutlich zu verkürzen und die Umstiegsrelationen zu verbessern. Das erfordert unter anderem eine Verdopplung des U-Bahnbaus, aber auch einen rascheren Austausch des oft veralteten Wagenmaterials. Besonders bei Straßenbahnwaggons muss es schneller zu einer Modernisierung kommen. In diesem Zusammenhang fordert Gerstl auch die Nachrüstung der Straßenbahnen, aber auch die Ausstattung der U-Bahnstationen mit Klimaanlagen. Letztere basierend auf den Tausch von Erdwärme.

Fahrgäste müssen sich sicher fühlen können

Weiters muss das Sicherheitsgefühl für die Fahrgäste wieder hergestellt werden, in dem man alle Stationen per Video überwachen lässt und die Aufzeichnungen 48 Stunden aufbewahrt. Auch muss die Ausstattung der U-Bahnzüge mit Videokameras rasch und ohne Verzögerung erfolgen. Ebenso ist der Abbau der Wachmannschaften in den U-Bahnstationen vor Ort wieder rückgängig zu machen.

Besonders verbessern müssen die Wiener Linien die immer wieder vernachlässigte Sauberkeit in den Stationen. Schließlich werden die Wiener Linien, so Gerstl, in Zukunft nicht darum herumkommen, sich verstärkt als einen Teil eines überregionalen Verkehrsraums zu sehen. Die Kompatibilität zu anderen öffentlichen und privaten Verkehrsträgern im Umland Wiens muss hergestellt werden. "Nur mit Maßnahmen für bessere Qualität, höheren Komfort und kundengerechte Fahrplangestaltung wird es gelingen können, die Pendlerströme in Hinkunft vom Auto auf die Öffentlichen Verkehrsmittel zu verlagern", schloss Gerstl.

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