FP-Blind: Weniger Häftlinge statt mehr Haftplätze für Wien

Haftanstalten im Ausland statt zweites Straflandesgericht

Wien (OTS) - Wien, 22.04.05 (fpd) - Österreichs Gefängnisse platzen aus allen Nähten. Von den 9034 Insassen am Jahresbeginn kamen 3924 (43,4 Prozent) aus dem Ausland. Neben 540 Nigerianern stellen die Oststaaten den Löwenanteil der Verbrecher. Es ist daher nicht einzusehen, dass BZÖ-Justizministerin Miklautsch in Wien um sündteures Steuergeld ein zweites Straflandesgericht aus dem Boden stampfen will, statt Planungen für die Errichtung von Gefängnissen in den Oststaaten zu verfolgen, kritisiert der Wiener FPÖ-Gemeinderat Kurth-Bodo Blind.

Wenn unter anderem 405 Jugoslawen, 303 Rumänen, 270 Georgier und 260 Türken ihre Strafen in unseren Haftanstalten verbüßen und über 100 Nationen in den Gefängnissen vertreten sind, muss gehandelt werden. Es ist für die Resozialisierung der Straftäter auch besser, wenn diese in ihrer Heimat in gewohnter sprachlicher und kulturellen Umgebung vonstatten geht, meint Blind.

Die Straftäter aus besonders armen Ländern sind oft gar nicht unglücklich über ihre Inhaftierung. Sie verdienen etwa in der Gefängniswerkstatt täglich zwischen 4,30 und 6,40 Euro. Damit ist ihr Verdienst weit höher als etwa in Moldawien, wo das monatliche Durchschnittseinkommen rund 30 Euro beträgt. Es geht daher nicht an, dass Miklautsch ein neues Gefängnis baut, das zehnmal so viel kostet wie eines in den Herkunftsländern der Täter, damit man den Kriminellen legal ein höheres Einkommen sichert als in ihrer Heimat, schloss Blind. (Schluss)am

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