Gesundheitsberufe: Ausbildung braucht Europareife

FGV-Vorsitzende Mauerhofer übergibt den Vorsitz

Wien (FGV/ÖGB) - "Unsere Ausbildung muss endlich einen europaweit anerkannten Status bekommen", wünscht sich die scheidende Vorsitzende der Fachgruppenvereinigung Gesundheitsberufe im ÖGB (FGV), Monika Mauerhofer. Der 13. Fachgruppentag der FGV geht heute Mittag mit der Neuwahl zu Ende.++++

"Das ist moderne Sklaverei", hat Mauerhofer erst vor wenigen Tagen die Situation der mobilen Pflege mit rund 40.000 illegal Beschäftigten auf den Punkt gebracht. Heute übergibt sie nach acht Jahren an der Spitze der FGV den Vorsitz. Mauerhofer hat in den vergangenen Jahrzehnten die Situation der Beschäftigten in den Gesundheitsberufen entscheidend mitgeprägt. Dafür hat ihr Gesundheitsministerin Maria Rauch-Kallat gester, Donnerstag Nachmittag gedankt und das Goldene Verdienstzeichen der Republik Österreich überreicht.

Bereits Anfang der 90er-Jahre hat Mauerhofer am Zustandekommen des Krankenanstalten-Arbeitszeitgesetzes mitgewirkt. Seither gibt es ein einheitliches Arbeitszeitgesetz für alles Krankenanstalten unabhängig ob privat oder öffentlich. Ein zweiter so genannter Meilenstein ihrer langjährigen Tätigkeit war das Gesundheits- und Krankenpflegegesetz. Damit wurde erstmals ein Berufsbild für PflegerInnen geschaffen und die eigenständige Tätigkeit auch gesetzlich verankert.

Die FGV nennt die scheidende Vorsitzende "ein Musterbeispiel der gewerkschaftlichen Zusammenarbeit". Immerhin arbeiten in der FGV FunktionärInnen aus sechs verschiedenen Gewerkschaften zusammen. Wichtig war für sie immer die enge Zusammenarbeit mit den Beschäftigten vor Ort und die enge Kooperation mit den Bundesländern. Mauerhofer: "Wien zentriert ist uns fremd."

Für die Zukunft wünscht sich Mauerhofer, dass die österreichische Krankenpflegeausbildung endlich europweit Anerkennung findet. So soll für die Ausbildung zum Pflegeberuf die Matura Voraussetzung sein. Diesen Standard gibt es bereits in 22 der 25 EU-Staaten.(ff)

ÖGB, 22. April
2005
Nr. 242

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