Prammer kritisiert die Nichtverlängerung des Uni-Vertrages der Innsbrucker Starchirurgin Hildegunde Piza

Bezeichnendes Bild der Situation von Wissenschafterinnen an Österreichischen Hochschulen

Wien (SK) Sie glänzt durch große fachliche Leistung in der Wiederherstellungschirurgie, ist herausragend in Forschung und Lehre und wurde als Wissenschafterin des Jahres ausgezeichnet. "Die Nichtverlängerung des Vertrages der Vorständin der Uniklinik für Plastische- und Wiederherstellungschirurgie in Innsbruck, Hildegunde Piza, ist unverständlich und beweist, wie vehement Wissenschafterinnen in Österreich ins Abseits gedrängt werden", sagte die SPÖ-Bundesfrauenvorsitzende, Zweite Nationalratspräsidentin Barbara Prammer am Mittwoch gegenüber dem SPÖ-Pressedienst nachdem die Stelle Pizas vom Senat der Medizinischen Universität ausgeschrieben wird, obwohl Piza um Verlängerung angesucht hatte. ****

Piza sei eine der ganz wenigen Frauen in Österreich, denen es gelungen ist, sich in den etablierten Ebenen der Medizin zu behaupten und sich einen Namen zu machen. Das sei männlichen Kollegen schon bei Pizas Berufung im Jahr 1998 ein Dorn im Auge gewesen.

"Dass Pizas Vertrag nun, gegen jede Gepflogenheit, nicht verlängert wird, passt in dieses Bild in dem männliche Mediziner sich vor allem die technisch orientierten Fächer mit hohem Prestige untereinander aufteilen", sagt Prammer. Das zeige schon der relativ höhere Ärztinnenanteil in den rehabilitativen und psychosozialtherapeutischen Bereichen gegenüber den männerdominierten invasiven, operativen Fächern. Piza sei es gelungen in Letztere nicht nur einzudringen, sondern sich durch großartiges Können und Teamgeist einen Namen zu machen und sich in Spitzenposition zu behaupten.

Dass eine Verlängerung des Vertrages von Hildegunde Piza ohne Befassung der Gremien einfach abgelehnt worden ist, und das, obwohl ihre Klinik hinter ihr steht, werfe ein bezeichnendes Bild auf die Situation an den Österreichischen Hochschulen und auf die dortigen Beschränkungen der Frauen im Besonderen. Der Vertrag eines gleichaltrigen männlichen Professors der Medizinischen Universität Innsbruck ist übrigens anstandslos verlängert worden. (Schluss) up/mp

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