AMON: BERICHT DER ZUKUNFTSKOMMISSION BESTÄTIGT KURS DER ÖVP UND DER BILDUNGSMINISTERIN

Abschlussbericht heute im Unterrichtsausschuss

Wien, 20. April 2005 (ÖVP-PK) Mit dem "Abschlussbericht der Zukunftskommission" befasst sich heute, Mittwoch, der Unterrichtsausschuss. Der Abschlussbericht und die darin enthaltenen Empfehlungen sollen für diese und die nächste Regierungsperiode brauchbare Ziele vorgeben, an denen sich Schulbehörden und Bildungspolitik bei der Reform des allgemein bildenden Schulwesens orientieren können. Der Bericht gliedert sich in fünf Handlungsbereiche mit 33 Empfehlungen. Der Bericht bestätigt den Kurs der ÖVP und der Bildungsministerin in vielen Bereichen. Zusätzlich enthält dieser Abschlussbericht der Experten weitere kreative Ansätze zur Qualitätssicherung, die in acht Arbeitspaketen umgesetzt werden sollen, erläuterte ÖVP-Bildungssprecher Abg. Werner Amon anlässlich des Ausschusses. ****

Das "erste Schulpaket" im Arbeitsjahr 2005 bezieht sich auf die Reformschritte als Ergebnis des Reformdialogs, verwies Amon unter anderem auf die Fünf-Tage-Woche ab dem Schuljahr 2006/2007, die Tagesbetreuung ab dem Schuljahr 2006/07, den bedarfsgerechten Förderunterricht oder die verbindlichen Lesetests und die Leseförderung sowie die frühe Sprachförderung mit einer Pilotphase im Herbst und die Sicherstellung des Standards der Berufsreifeprüfung ab dem Schuljahr 2005/06.

Gesetzliche Änderungen, die für den Herbst vorgesehen sind, umfassen Fragen der Unterrichtszeit wie die jahresbezogenen Berechnungen und autonome Aufteilung, die Unterrichtsgarantie der Schulen und eine optimierte Nutzung von Beginn und Ende des Schuljahres. "Reformziel ist es dabei, möglichst rasch die Rahmenbedingungen zu verbessern und diese effizienter und nachhaltiger zu machen", so Amon.

SCHAFFUNG PÄDAGOGISCHER HOCHSCHULEN

Bei der Schaffung der Pädagogischen Hochschulen werden die Bereiche Bachelor- und Masterstudien gemäß Bologna-Modell, die informations- und kompetenzbasierte Auswahl von Studierenden, sowie die Qualitätssicherung von Ausbildungseinrichtungen besonders berücksichtigt werden. Die Beschlussfassung über das neue Gesetz zur Pädagogischen Hochschule wird noch in diesem Jahr folgen. Zusammen mit dem neuen Bundesinstitut für Schulentwicklung werden die Pädagogischen Hochschulen dem Auftrag zu mehr Forschung und Entwicklung und zur Schaffung von besseren Unterstützungssystemen Rechnung tragen.

Der ÖVP-Abgeordnete wies auch darauf hin, dass Staatssekretär Alfred Finz derzeit mit der Gewerkschaft öffentlicher Dienst am neuen Bundesmitarbeiterdienstrecht arbeite, das eine Neuverteilung des aktiven Lebenseinkommens vorsieht. Im Zuge dieser Ausarbeitungen werden auch die verschiedenen Laufbahnmodelle mit den Vertreterinnen und Vertretern der Lehrerschaft besprochen. Teilbereiche von leistungsbezogenen Abgeltungen wurden bereits vorgezogen.

Um die Möglichkeit von Veränderungen, die Sinnhaftigkeit von Weiterentwicklungen und viele initiative Fortschritte an Österreichs Schulen aufzuzeigen, soll noch heuer ein Gütesiegel "klasse:zukunft" jenen Schulen verliehen werden, welche bereits zukunftsweisend in den einzelnen Handlungsbereichen Schritte gesetzt haben.

Im Arbeitsjahr 2006 sollen zudem Maßnahmen für weitergehende Autonomie beschlossen werden. Dazu gehören die Erweiterung der Schulsprengel sowie die personelle und finanzielle Autonomie, der Abbau der Zentralregelung für Klassen- und Gruppengrößen und die Stärkung der Schulpartnerschaft sowie eine moderne Vereinbarungskultur.

"Die vorgeschlagenen Maßnahmen der Zukunftskommission streben Unterrichtsverbesserungen durch Schulentwicklung und Qualitätssicherung durch Lehrerbildung und Unterstützungssysteme -und nicht durch Systemumbau - an", schloss Amon.
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