NEWS: Eplosiver Geheimvertrag zwischen FPÖ und Ex-Politiker Gaugg

Gaugg erhielt nach Rücktritt 100.000 Euro und droht jetzt weitere 200.000 Euro einzuklagen - Wird er zum "Scheidungsopfer" im blau-orangen Rosenkrieg?

Wien (OTS) - Das Nachrichtenmagazin NEWS deckt in seiner am Donnerstag erscheinenden Ausgabe auf, dass die FPÖ im August 2002 mit dem damals zurückgetretenen FP-Sozialsprecher und Vizegeneraldirektor der Pensionsversicherung, Reinhart Gaugg, einen Geheimvertrag vereinbart hat.

Gaugg trat am 5. August 2002 zurück. Seinem Rücktritt war wochenlanges Dauerfeuer der Opposition und ein Führerscheinentzug vorangegangen.

Jetzt stellt sich heraus, dass die FPÖ damals mit Gaugg eine Geheimvereinbarung getroffen hat und dem Haider-Getreuen der ersten Stunde bis Ende 2003 etwas mehr als 100.000 Euro bezahlt hat.

Anfang 2004 stellten die Freiheitlichen die Zahlungen ein. Gaugg, zuvor Haiderianer der ersten Stunde, wurde fallen gelassen. Seine -abgesicherte - Karriere als Zentralbetriebsrat der Bank für Kärnten und Steiermark hatte er längst zuvor am Altar der Politik geopfert. Eine erste Aufforderung durch einen Rechtsanwalt Gauggs, den Vertrag einzuhalten, beantwortete die durch das Wahldebakel vom November 2002 zwischenzeitig finanziell geschwächte FPÖ mit der Bitte um Vorlage des Vertrages. Ein Wunsch, dem Gaugg bisher nicht nachgekommen sein soll.

Vor knapp zwei Wochen hat die Badener Rechtsanwaltskanzlei Friess im Namen ihres Mandanten Gaugg der FPÖ-Spitze unmittelbar vor Gründung des BZÖ einen Schriftsatz zustellen lassen, in dem noch etwas mehr als 200.000 Euro aus dem Geheimvertrag eingefordert werden. Zwischenzeitig liegt das brisante Schriftstück bereits beim neuen Interims-FPÖ-Chef Hilmar Kabas.

Die jetzt eingeforderten 200.000 Euro sind in den bisher bekannten 3,2 Millionen Euro an Verbindlichkeiten der FPÖ nicht inkludiert. Die Gesamtschulden der FPÖ dürften auch durch einen noch auszuhandelnden Vergleich in der Causa "Yline" um weitere 150.000 Euro erhöht werden.

Rückfragen & Kontakt:

Sekretariat NEWS
Chefredaktion
Tel.: (01) 213 12 DW 1103

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NES0005