Grundstückstransaktion ermöglicht Bau von 2.100 neuen Wohnungen

Faymann: Größter Ankauf in der Geschichte des Wohnfonds Wien

Wien (OTS) - "Durch den Kauf der Liegenschaften konnten wir die Voraussetzungen für die Errichtung von über 2.100 neuen Wohnungen schaffen. Die innerstädtische Lage und der Nutzungsmix bei den darin beinhalteten drei großen Stadtentwicklungsprojekten gewährleistet die Verbindung von Wohnen und Arbeiten, beste Infrastruktur und eine meist optimale Verkehrsanbindung.

Wohnungen, die sich innerhalb des dicht bebauten Stadtgebiets befinden, sind bei Wohnungssuchenden besonders gesucht, weil Einkaufsmöglichkeiten, Kinderbetreuungseinrichtungen, Schulen, Ärzte - kurz, alles was man braucht und gern `gleich ums Eck´ vorfindet -schon vorhanden sind. Moderne Wohnungen in diesen Bereichen sind rar und daher sehr gefragt", erklärt Wohnbaustadtrat Werner Faymann.****

"Das von der Bundesimmobiliengesellschaft (BIG) erworbene Liegenschaftspaket umfasst insgesamt rund 115.000 m2. Es handelt sich um sechs verschiedene Liegenschaften. Der Gesamtpreis beträgt 40 Millionen Euro. Das größte Grundstück mit 47.000 m2 befindet sich am Landstraßer Gürtel 54 und wird Teil des Gesamtprojekts Eurogate sein. Ab Anfang 2006 beginnen wir mit den Bauträgerwettbewerben, die ersten Wohnungen werden 2008/2009 fertig sein", so der Geschäftsführer des Wohnfonds Wien Josef Ostermayer.

Insgesamt enthält dieses Paket Flächen in drei großen Entwicklungsgebieten der Stadt:

o Die ehemalige Wilhelmkaserne im 2.Bezirk,
o Aspang-Gründe (Projekt Eurogate) und
o Karree St. Marx im 3. Bezirk.

Zusätzlich wechseln im Zuge dieser Transaktion noch zwei Liegenschaften in Favoriten (Pernersdorferstraße 63 und Raxstraße 28-36) und eine in der Leopoldstadt mit der Adresse Trunnerstraße/Aliiertenstraße den Eigentümer.

BIG konzentriert sich auf gewerbliche Nutzung

Grund für den Verkauf durch die Bundesimmobiliengesellschaft (BIG) ist die Ausrichtung auf ihr Kerngeschäft: Die Entwicklung und das Management von Büro- und Gewerbeflächen. "Innerhalb der nächsten vier Jahre sollen die im Portfolio der BIG verbliebenen Flächen bei den Projekten Wilhelmkaserne, Eurogate und Karree St. Marx zügig die Widmungsphasen durchlaufen", sagt BIG-Geschäftsführer Christoph Stadlhuber. Denn insgesamt werde dabei über Liegenschaftsreserven zur gewerblichen Entwicklung im Ausmaß von rund 180.000 Quadratmetern Nutzfläche entschieden.

Liegenschaftspaket BIG - Wohnfonds-Wien

Projekt Adresse Anteil Anteil Gesamt- Wohn- Wohnfonds BIG fläche einheiten m2 Boden m2 Boden Eurogate 3., Landstr. 47.067 64.618 111.685 600 Gürtel 54 u.a. Raxstraße 10., Raxstr. 12.939 0 12.939 400 28-36 Trunnerstr./ 2., Alliierten- 1.815 0 1.815 50 Alliiertenstr. str.1/ Trunnerstr. Wilhelm- 2., Engerthstr. 24.066 4.583 28.649 550 Kaserne 216 u.a. Pernerstorfer- 10., Perners- 2.900 0 2.900 90 straße torferstr. 83 Karree 3., Schlacht- 26.185 13.834 40.019 440 St. Marx hausg. 43/ Viehmarktg.1 Gesamt 114.972 83.035 198.000 2.130

Bereits im ersten Quartal 2006 werden die Projekte Karree St. Marx und Trunnerstraße /Alliiertenstraße gestartet. Die Widmung auf Basis des städtebaulichen Wettbewerbs für Eurogate und Wilhelm-Kaserne ist derzeit im Gang, der eigentliche Projektstart erfolgt im zweiten Quartal 2006. 2008 folgt die Entwicklung von Pernerstorferstraße und Raxstraße.

Bundesimmobiliengesellschaft (BIG)

Seit ihrer Gründung im Jahr 1992 realisierte die BIG 274 Neubauten und Generalsanierungen mit einem Gesamtvolumen von etwa 1,45 Milliarden Euro im In- und Ausland. Aktuell in Ausführung befinden sich zirka 60 Projekte mit einem Projektvolumen von rund 354 Millionen Euro. Als bedeutendste Immobiliengesellschaft Österreichs legt die BIG neben kommerziellen Interessen verstärkt auch auf baukünstlerische Qualität großen Wert. Ein vorzügliches Einverständnis mit Kunden, Planern, sowie exzellent abgewickelte Wettbewerbe im Rahmen von Vergabeverfahren stellen dafür die Voraussetzung dar. Wirtschaftlichkeit und Architekturqualität gehen Hand in Hand. Das stellte die BIG immer wieder unter Beweis. Gute Architektur muss nicht teurer sein als mittelmäßige, bietet den Nutzern jedoch genau jenen Mehrwert und Komfort, auf den es ankommt. Die BIG wurde für ihr architektonisches Engagement mehrfach ausgezeichnet und erhielt unter anderem sechs Bauherrenpreise zugesprochen.

Wohnfonds Wien

1984 wurde mit dem Wohnhaussanierungsgesetz die Basis für die intensive Erneuerung des Althausbestandes unter Berücksichtigung sozialer Aspekte geschaffen. Zur Umsetzung wurde der Wiener Bodenbereitstellungs- und Stadterneuerungsfonds, der seit Anfang des Jahres Wohnfonds Wien heißt, ins Leben gerufen.

Von 1984 bis Ende 2004 wurde für die Sanierung von 4.335 Häusern mit insgesamt rund 212.000 Wohnungen Wohnbauförderung zugesichert.

Allein in den letzten fünf Jahren wurden in Wien 1.196 Objekte mit 75.731 Wohneinheiten saniert. Die Gesamtkosten dafür betrugen rund 1,46 Milliarden Euro, der Landeszuschuss rund 758 Millionen Euro. In Bau befinden sich derzeit 404 Objekte mit rund 26.500 Wohneinheiten.

Seit 1984 wurden 125.000 neue Wohnungen gefördert errichtet. Jedes Wohnprojekt in Wien mit mehr als 300 Wohnungen, das öffentlich gefördert werden soll, muss sich seit 1995 einem Bauträgerwettbewerb stellen. Kleinere Projekte müssen seit 1995 den Grundstücksbeirat passieren, der nicht nur die architektonische Qualität, sondern auch Ökologie und Wirtschaftlichkeit prüft. Die durchführende Stelle für Bauträgerwettbewerb und Grundstücksbeirat ist der Wohnfonds Wien. (Schluss) tl

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