Schicker macht sich für Öffentlichen Regionalverkehr stark

Offensive und Unterzeichnung der VCÖ-Initiative "Bus und Bahn 2020"

Wien (OTS) - Der Wiener Stadtrat für Stadtentwicklung und Verkehr, DI Rudi Schicker, will sich noch mehr für den Öffentlichen Regionalverkehr (ÖPNRV) stark machen. "Die größte Herausforderung in Wien stellt der Pendlerverkehr dar. Genau hier sind aber vor allem Maßnahmen des Bundes gefordert!", stellt Schicker klar. In Wien beträgt der Autoanteil nur 35%, während 65% zu Fuß, per Fahrrad oder mit den Öffentlichen Verkehrsmitteln unterwegs sind. Beim Pendlerverkehr ist dieses Verhältnis genau umgekehrt.

Wien geht in die Offensive

Schon der "Bahnhof Wien Europa Mitte" wäre ohne den massiven Druck Wiens kaum zustande gekommen. Ähnlich steht es um die dringend notwendigen Verbesserungen für den Öffentlichen Regionalverkehr rund um Wien. Die VCÖ-Initiative "Bus und Bahn 2020" fordert ein "Österreichweites Gesamtkonzept für Bus und Bahn" und kann dabei mit der heutigen Unterzeichnung auf die volle Unterstützung Wiens setzen. Auch der Masterplan Verkehr 2003 legt einen besonderen Schwerpunkt auf den regionalen und internationalen Verkehr. Unter anderem fordert Wien darin eine Anpassung der LKW-Maut auf 29 Cent/km und eine gerechte Querfinanzierung zur Schiene von 7 Cent/km. Auf diese Weise könnten sämtliche im Masterplan aufgelisteten dringend notwendigen Verbesserungen der S-Bahnen umgehend realisiert werden.****

Sorgenkind "Öffentlicher Regionalverkehr" - kontraproduktiver Bund

Die Verkehrssituation in Wien zählt europaweit zu den besten:
35% Öffi-Anteil, demnächst 1000 km Radwege oder Gender Mainstreaming sind nur einige Beispiele. Sorgenkind ist allerdings nach wie vor der regionale Verkehr. Hier hat Wien im Masterplan Verkehr 03 ein umfangreiches Maßnahmenpaket an den Bund gerichtet, der mit entsprechenden Maßnahmen aber massiv säumig ist. 1999 wurden im ÖPNRV-Gesetz rund 60 Millionen Euro jährlich extra für Verbesserungen im Öffentlichen Regionalverkehr fixiert - der Bund zahlte 2004 gerade 7 Millionen. Zudem werden im Generalverkehrsplan wichtige Pendlerangebote immer weiter nach hinten verschoben (z.B. Ausbau der Pottendorferlinie erst ab 2011), während hochrangige Straßen sofort ausgebaut werden (z.B. vierspuriger Ausbau der A2). Eine gerechte Querfinanzierung von der Straße zur Schiene ist noch immer nicht möglich. All das führt zu einer weiteren Benachteiligung jener Pendler, die den Öffentlichen Vekehr benutzen wollen mit allen bekannten Folgen: Feinstaubbelastung, Abgase, Stau, Parkplatzprobleme. (Schluss) kel

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