ARBÖ: Nicht nur die Treibstoffe haben Autokosten in die Höhe getrieben

Seit Einfrieren des Kilometergeldes sind Autokosten um 18 Prozent gestiegen

Wien (OTS) - Mit 3,2 Prozent sind im März die Autokosten neuerlich kräftiger gestiegen als die allgemeine Inflationsrate, die auf einen neuen Höchstwert von 2,9 Prozent geklettert ist. "Die neuesten Preissprünge bei den Autokosten bekräftigen unsere Forderung nach Erhöhung des Kilometergeldes um mindestens 4,5 Cent auf 40,5 Cent und eine Erhöhung der Pendlerpauschalen um 15 Prozent", argumentiert ARBÖ-Generalsekretär Dr. Rudolf Hellar.

Seit dem Einfrieren des Kilometergeldes im Juni 1997 sind die Autokosten um 18 Prozent gestiegen, geht aus den Zahlen der Statistik Austria hervor. Dr. Hellar: "Jeder, der sein privates Fahrzeug für berufliche Zwecke nützt, zahlt drauf". Bereits im Sommer vorigen Jahres hat der SP-Abgeordnete Anton Heinzl - unterstützt vom ARBÖ Niederösterreich - allein im Raum St. Pölten in kürzester Zeit über 5000 Unterschriften für höheres Kilometergeld und höhere Pendlerpauschalen gesammelt. Doch die Regierung stellte sich dieser Initiative gegenüber ebenso taub wie anderen parlamentarischen Initiativen der Sozialdemokraten um Erhöhung des Kilometergeldes.

Inzwischen sind die Autokosten weiter gestiegen. Überdurchschnittlich stark sind im März nicht nur die Treibstoffpreise gestiegen, sondern fast alle Kosten rund ums Auto. Bei Diesel war der Preissprung mit 16,4 Prozent allerdings am stärksten, gefolgt von Super- und Normalbenzin mit plus 7,1 und 7,2 Prozent. Kräftig zugelegt hat auch Kriechöl mit plus 9,5 Prozent und Motoröl mit 4,9 Prozent.

Bitter zu spüren bekamen die Autofahrer auch höhere Preise für Parkpickerl, die laut Autokostenindex im März um stolze 17,3 Prozent zulegten!. Aber auch die Parkgebühren und Preise für Parkgaragen zogen überdurchschnittlich um 3,6 bzw. 3,5 Prozent an.

Zur Kassa gebeten wurden die Autofahrer auch von den Versicherungen: die Prämien für die Haftpflichtversicherungen zogen im März um 5,3 Prozent an, die Prämien für die Teilkasko um 4 Prozent.

Auch für diverse Bestandteile und Reparaturen mussten die Autofahrer tiefer in die Taschen greifen: so zogen die Preise für sogenannte Lastenträger (=Dachboxen, Radträger etc.) im März um satte 12,2 Prozent an. Autobatterien kosteten 6,5 Prozent mehr und die Preise für Zündkerzen legten um 6,2 Prozent zu. Die Arbeitszeiten zur Reparatur von Scheinwerfern verteuerte sich um 4,7 Prozent, für Vorderradbremsen um 3,3 Prozent.

Der Autokostenindex ("Index für den privaten PKW-Verkehr") wird im Auftrag von ARBÖ, Bundeskammer für Arbeiter und Angestellte, Gewerkschaft Öffentlicher Dienst, ÖAMTC und Wirtschaftskammer Österreich errechnet. Bekanntlich hat das Bundeskanzleramt im Jahr 2000 aufgehört, die Berechnungen in Auftrag zu geben. Berücksichtigt werden beim Autokostenindex Positionen wie Preise für Neu- und Gebrauchtwägen, Winterreifen, Treibstoffe, Motoröl, Reparaturleistungen, Reparaturmaterial, Parkgebühren, Mautgebühren und Versicherungen. Die über Jahrzehnte durchgeführte Erhebung der Kosten für Autofahrten ist für Wirtschaft und Konsumenten von Wichtigkeit.

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