Erfolg für FH Krems

Krems (OTS) - Einen besonderen Erfolg konnte die IMC
Fachhochschule Krems bei der jüngsten Ausschreibung des Förderungsprogammes FHplus erzielen. Der Studiengang "Medizinische und Pharmazeutische Biotechnologie", der sich auf regenerative Medizin mit dem Schwerpunkt Tissue Engineering spezialisiert hat, konnte für sein Forschungsvorhaben "Zellbasierende Testsysteme für bioaktive Substanzen" die Förderungszusage von der Österreichischen Forschungsförderungsgesellschaft (FFG) erhalten.

Durch das Programm FHplus werden Forschungs- und Entwicklungsprojekte gefördert, die dem Aufbau von entsprechenden Strukturen für die Etablierung zusätzlicher Forschungsthemen an den Fachhochschulen dienen. Unter den zur Förderung ausgewählten österreichischen FH-Projekten wurden zwei biotechnologische Forschungsvorhaben ausgewählt.

"Um dem gesetzlichen Forschungsauftrag nachzukommen war es nahe liegend, eine eigenständige angewandte Forschungstätigkeit auf dem Gebiet der regenerativen Medizin mit dem Schwerpunkt "Tissue Engineering" aufzubauen", erläutert der Studiengangsleiter FH-Prof. Dr. habil. Wolfgang Schütt das eingereichte Projekt.

Für die Durchführung von angewandter Forschung, die sowohl der Ausrichtung des Studienganges als auch dem Aufbaus eines Biotechnologie-Clusters am Standort Krems entspricht, ist es erforderlich die notwendigen strukturellen, personellen und gerätetechnischen Voraussetzungen im Studiengang zu schaffen. Das Biotechnologieteam und die Geschäftsführung der IMC FH Krems haben mit dem Aufbau industrienaher Praktika, der Einrichtung eines Schulungs-Reinraumes der Klasse A, sowie teilausgerüsteter R2-Forschungslaboratorien und u.a. mit einem neuartigen Zelluntersuchungssystems des Nobelpreisträgers Prof. Ivar Giaever aus den USA, erhebliche Vorleistungen erbracht. Mit dem im Rahmen des FHplus Programms zu tätigenden Geräteinvestitionen wird die Entwicklung und Charakterisierung neuartiger bioaktiver Substanzen und weiterer biomedizinischer Anwendungen der Zellbiologie ermöglichen. Die Förderungsmittel werden für die Erweiterung des wissenschaftlichen und technischen Personals des Teams und den Ankauf einer USSING-Chamber und eines Laser-Raster Mikroskops aufgewendet.

Die vom Projektverantwortlichen, Dr. Rudolf Lucas, in Industrieprojekten in Belgien, Frankreich, Deutschland und Schweiz entwickelten Wirkstoffe, die Funktionsänderungen von Zellen und Organen bewirken, sollen in späterer Folge für die Behandlung von lebensbedrohlichen Krankheiten wie zB. bei Ödemen und Sepsis, eingesetzt werden. Die im Rahmen dieses Programms erworbenen Ergebnisse werden die Basis für eine wechselseitige Zusammenarbeit des Biotech-Teams mit der Großindustrie, den angesiedelten Biotechnologie-Unternehmen und den Forschungsabteilungen der Donau-Universität und des AKH Wien bilden.

Das Programm FHplus unterstützt damit die Vernetzung von Forschung, Industrie und Lehre und garantiert somit am Standort der IMC FH Krems langfristig den Aufbau einer eigenen Forschungsabteilung und die Durchführung von Leistungsverträgen mit der Industrie.

Die praxisbezogene Ausbildung der Studierenden, die sich stets am letzten Stand der Technik orientiert, wird damit auf dem spannenden medizinischen Gebiet erweitert. Der Aufbau der Regenerativen Medizin und Pharmazeutischen Biotechnologie fügt sich nicht nur in das Wissenschafts- und Technologieprofil des Standortes Krems, sondern schafft auch die Voraussetzungen für weitere Projekte und Diplomarbeiten auf höchstem qualitativem Niveau.

Rückfragen & Kontakt:

IMC Fachhochschule Krems
Studiengang "Medizinische und Pharmazeutische Biotechnologie"
FH-Prof. Dr. habil. Wolfgang Schütt
Tel.: 02732-802-320
Email:biotech@imc-krems.ac.at

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