Muttonen zum Kunstbericht 2004

Wien (SK) Die Freude von ÖVP-Kunststaatssekretär Morak darüber, dass die Kunstförderung des Bundes auf hohem Niveau stabilisiert werden konnte, teilt SPÖ-Kultursprecherin Christine Muttonen in keiner Weise. Dies sei eine diplomatische Umschreibung dafür, dass die Kunstförderung, seit sie in der Verantwortung von ÖVP und FPÖ bzw. BZÖ liege, unter dem Stand von 1999 stagniere. Den Auftrag, die kulturelle Vielfalt zu fördern, könne der Bund damit nicht entsprechend erfüllen, betonte die SPÖ-Kultursprecherin. Selbst die Berichtsautoren klagen über die starke Einengung des Budgetspielraums durch die jährlichen Zahlungen an große Institutionen. Offenbar würden jedoch keine Konsequenzen daraus gezogen, betonte Muttonen. Notwendig wäre offensichtlich eine Budgeterweiterung. Der Vorausblick in die Budgets der kommenden Jahr verspricht jedoch das Gegenteil:
auch im Jahr 2005 und 2006 wird der Stand des Kunstbudgets jenen des Jahres 1999 nicht erreicht haben. ****

Bezeichnend ist für Muttonen auch die "Nichterwähnung" der Vorgänge rund um die Diagonale und die Wörtherseebühne. Immerhin habe die von Morak eingesetzte Diagonaleleitung "neu" nach kurzer Zeit das Handtuch werfen müssen. Ebenso erfolglos verläuft die Suche nach Erklärungen rund um die Vorgänge der Förderung der Wörtherseebühne. Dem Kunststaatssekretär sind diese Vorgänge im Kunstbericht keine besondere Erwähnung wert, obwohl er die besondere Transparenz des Kunstberichts immer wieder betone, kritisierte Muttonen.

Als positiv bezeichnete Muttonen die relativ rasche Präsentation des Kunstberichtes 2004, die auch beispielgebend für das Bildungsministerium sein könne, das erst heute den Kulturbericht für das Jahr 2003 präsentiert habe: "Was die einen können - nämlich im Frühjahr 2005 den Bericht für das Vorjahr zu präsentieren -, müsste ja auch bei den anderen möglich sein?" Ebenso erfreulich sei, dass der Bericht auch in elektronischer Form zum Download zur Verfügung gestellt würde. Noch im August 2004 wurde uns mitgeteilt, dass dies nicht vorgesehen - "weil nicht zweckmäßig" - sei. Offensichtlich habe nun doch ein Umdenkprozess stattgefunden - dies stelle doch immerhin schon einen respektablen Fortschritt dar, so Muttonen abschließend. (Schluss) ps/mp

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