AWO-Initiative: Marktchancen für österreichische Unternehmen im Software- und IT-Bereich

WKÖ-Vizepräsident Schelling: Internationale Zusammenarbeit bringt enorme Chancen für kleine Länder wie Österreich - AWO erstellt spezielle Branchenreports

Wien (PWK279) - Im Rahmen eines Branchenseminars der Außenwirtschaft Österreich (AWO) der WKÖ, heute (Dienstag) in Wien, zu den Bereichen Software und Telekommunikation in Italien, Israel und Indien, wies WKÖ-Vizepräsident Hans-Jörg Schelling auf die Branchenschwerpunkte des AWO-Programms hin: "Als Teil der gemeinsamen Internationalisierungsoffensive ‚go-international’ von WKÖ und BMWA erstellt die AWO Reports zu speziellen Branchen, wie etwa Software, IT und Telekommunikation und stellt damit die enormen Chancen für österreichische Unternehmen im internationalen Wettbewerb dar." Experten erarbeiten an den Außenhandelsstellen für die jeweiligen Länder Berichte und stehen Unternehmen, die exportieren, investieren oder auf der Suche nach Kooperationspartnern sind, für eine individuelle Beratung zur Verfügung.

Schelling: "Gerade im Bereich der Forschung und Entwicklung bestehen für kleine Länder wie Österreich, die in bestimmten Segmenten Top-Produkte liefern können, durch internationale Kooperationen gute Möglichkeiten ihren weltweiten Marktauftritt auszubauen." Der Branchenfokus Software ist eines der neuen Module, das die Auslandsaktivitäten der vielen österreichischen KMU aus diesem Bereich stärken soll. Italien bietet sich in diesem Zusammenhang als hervorragender Ziel- und Expansionsmarkt an. Italien ist der drittgrößte europäische Markt für Software und Telekommunikation, der jährlich um fünf Prozent wächst, kann aber seinen Bedarf selbst bei weitem nicht decken, wodurch der Software-Export für Austro-Unternehmen äußerst erfolgreich sein könne. Nähere Informationen und Beratung bietet die Außenhandelsstelle Padua.

"Auch Israel, die High-Tech-Schmiede schlechthin, ist ein durchaus interessanter Zielmarkt, wobei hier der Schwerpunkt eher auf Hardware-Exporten liegen sollte, da Israel bei Software selbst in vielen Bereichen Weltmarktführer ist", sagt Franz Bachleitner, österreichischer Handelsdelegierter in Tel Aviv. So sei etwa österreichisches Know-How im Brücken- oder Tunellbau, von der theoretischen Konzeption bis zur Komplettlösung enorm gefragt. Und im Bereich IT stehen in den nächsten Jahren für Infrastrukturausbauprojekte Investitionen in Milliardenhöhe an. Zusätzlich bestehen gute Chancen in der wissenschaftlichen Zusammenarbeit durch die speziellen EU-Forschungs- und Entwicklungs-Rahmenprogramme, bei denen Israel mitarbeitet. Alleine das siebente Rahmenprogramm, das von 2007 bis 2013 läuft, ist von Brüssel mit 30 Milliarden Euro dotiert. Bachleitner: "Israelische Unternehmen sind offen für den Dialog und suchen Kooperationen. Vor allem in Hinblick auf die gute Vernetzung Österreichs mit Osteuropa. Auf der anderen Seite können österreichische F&E-Betriebe von den guten Kontakten israelischer Firmen zum amerikanischen Markt profitieren."

"Die indische Softwareindustrie ist einerseits eine starke Konkurrenz, andererseits aber auch ein idealer Kooperationspartner für österreichische Unternehmen aus diesem Bereich", erklärt Hans-Jörg Hörtnagl, österreichischer Handelsdelegierter in New Delhi. Die indische IT-Branche ist in einigen wenigen Bereichen, etwa dem Bankensektor, enorm stark, hat aber in anderen Segmenten Nachholbedarf. Hörtnagl: "Mit Spezialsoftware, zum Beispiel für Product Data Management, E-Security/Smart Card, Enterprise Application Software, Trainingssoftware oder e-government, können österreichische Unternehmen durchaus punkten." Ein Beispiel für den erfolgreichen Einstieg in den indischen Softwarmart ist die Firma AT&S, die den größten indischen Leiterplattenproduzenten übernommen hat - die größte österreichische Investition in Indien. (BS)

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