Hatzl fordert Verzicht von BZÖ-Kampl auf Bundesratsvorsitz

Unerträgliche Aussagen über Wehrmachts-Deserteure

Wien (SPW-K) - Der Vorsitzende-Stellvertreter der Wiener SPÖ,
Erste Präsident des Wiener Landtages Johann Hatzl, fordert den Verzicht von BZÖ-Bundesrat Kampl auf dessen ursprünglich festgelegte Vorsitzführung in der zweiten Hälfte des heurigen Jahres im Bundesrat. "Die von Kampl soeben selbst neuerlich bestätigten Aussagen über Wehrmachts-Deserteure und die Behandlung von NSDAP-Mitglieder nach 1945 sind, wenn sie als Privatmeinung getätigt wurden, ohnehin unerträglich genug, wenn sie als politische Äußerung im Rahmen seiner Funktion in der neuen orangen FPÖ gedacht gewesen sind, ein geradezu unglaublicher Affront", stellte Hatzl am Dienstag in einer Aussendung des Pressedienstes der SPÖ Wien fest.

Mit der jüngsten Meinungsäußerung des BZÖ-Funktionärs Kampl werde in Wirklichkeit einmal mehr dokumentiert, dass sich die FPÖ lediglich in zwei Gruppen Alt-Nationaler geteilt habe, die offensichtlich im Wettbewerb darüber stünden, welche Gruppe mehr Problemfälle aufweise, setzte der SP-Politiker seine Kritik fort. Hatzl: "Eine Übernahme der Bundesrats-Vorsitzführung durch Kampl ist jedenfalls nach diesem Eklat undenkbar. Ich fordere Bundesrat Kampl auf, von sich aus auf die Vorsitzführung zu verzichten, wie ich ebenso den Kärntner Landeshauptmann und BZÖ-Vorsitzenden Haider auffordere, eine neue Festlegung auf eine andere Person für den Bundesratsvorsitz in der zweiten Hälfte des heurigen Jahres vorzunehmen".

Nicht zuletzt appellierte Hatzl an Bundeskanzler Schüssel, "sich von den Aussagen Kampls klar und unmissverständlich zu distanzieren. Gerade im Vorfeld der EU-Präsidentschaft Österreichs", so Hatzl abschließend, "kann über solche schwerwiegende Äußerungen weder hinweggesehen noch hinweggeschwiegen werden". (Schluss)

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