GPA-StudentInnen: 10 Jahre Winterschlaf - Danke Frau Minister Gehrer

Die Problematik mit dem deutschen Numerus Clausus ist seit Österreichs EU-Beitritt bekannt

Wien (GPA/ÖGB) - "Während Gehrer nach Bergen reisen will, um die großen Fortschritte der österreichischen Bildungspolitik im Hinblick auf den Bologna-Prozess zu präsentieren, erklärt ihr Uni-Sektionschef, wie am besten deutsche Studierende abgewiesen werden können, da sonst das österreichische Universitätssystem zusammenbrechen würde. Wenn unsere Forderung, 1,7 Prozent des BIP als Hochschulbudget zu veranschlagen, berücksichtigt worden wäre, dann hätten wir kein Problem", ist Konstantin Wacker, Vorsitzender der GPA-StudentInnen, überzeugt.

"Die Problematik des Numerus Clausus in Deutschland ist seit Österreichs EU-Beitritt bekannt. Wenn das Bildungsministerium in 10 Jahren nichts anderes zusammenbringt, als den Unizugang zu beschränken, dann Gute Nacht Österreich", ist Wacker über den 10-jährigen Winterschlaf im Bildungsministerium verärgert.

Da nützt es uns auch nichts, dass die Universitäten in eine Scheinautonomie ohne ausreichende finanzielle Mittel gestoßen wurden. Ihnen jetzt den Schwarzen Peter in Form von Zugangsbeschränkungen umzuhängen, ist mehr als unseriös. Eine Regelung, die jeder Universität ihre eigene Vorgehensweise überlässt, trägt noch weiter zum Chaos in der Bildungspolitik bei. "Grundsätzliche Regelungen über den universitären Hochschulzugang haben auch weiterhin im staatlichen Rahmen beschlossen zu werden", gibt sich der Junggewerkschafter kämpferisch.

"Uns ist es vollkommen egal, ob es einen Plan A, B, C oder sonst irgendetwas gibt. Für uns ist wichtig, dass eine Regelung gefunden wird, die im Interesse der österreichischen Studierenden und derer, die das Bildungssystem finanzieren, der österreichischen ArbeitnehmerInnen, liegt. Zugangsbeschränkungen gehören nicht dazu! Sollten die Verantwortlichen dazu nicht in der Lage sein, ist ein Rücktritt unvermeidlich", endet Wacker.

ÖGB, 19. April
2005
Nr. 223

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