Morgen Mittwoch: "Grüne zum 10. internationalen Tag des Lärms"

Fasan: "Menschen schützen, Verkehrs- und Fluglärm reduzieren!"

St. Pölten (Grüne) - Viele Gemeinden und BürgerInnen Niederösterreichs sind massiv von Lärm betroffen. Hauptursachen sind der Straßenverkehrslärm. Wie eine Studie des Verkehrsclub Österreich (VCÖ) zeigt, geben 76 Prozent der unter Lärm leidenden Menschen als Ursache den Verkehrslärm an. Rund 80 Prozent der unter Verkehrslärm leidenden Menschen geben als Ursache Lkw, Motorräder und Pkw an.

Eine wachsende Zahl von Menschen leidet - gerade in Niederösterreich - aber auch unter der steigenden Fluglärmbelastung. Der Flugverkehr verzeichnet zweistellige Zuwachsraten. So erfreulich das für den Flughafen sein mag, so belastend ist es für die betroffene Bevölkerung. Seit Jahren setzen sich die NÖ Grünen im Rahmen des Mediationsverfahrens um die 3. Piste des Flughafens Wien/Schwechat für ein sinnvolles Nachtflugverbot und für eine Deckelung der Lärmbelastung ein.

LAbg. Martin Fasan: "Natürlich kann und soll man den Flughafen nicht einfach absiedeln, wie sich das manche vorstellen. Aber man muss ein sinnvolles Nebeneinander zwischen Flughafen und Anrainern erreichen. Und das bedeutet auch gewisse Einschränkungen für den Flugverkehr. Es ist hoch an der Zeit, dass sich auch die Landesregierung dieses Themas verstärkt annimmt. Denn von ihr hat man derzeit den Eindruck, dass ihr die neuen Flugzeuge der AUA mehr am Herzen liegen wie die Nachtruhe ihrer Bürgerinnen und Bürger."

Auf gesetzlicher Ebene fordern die Grünen verpflichtende, gesundheitsorientierte Schwellenwerte beim Lärmschutz, eine verpflichtende Umsetzung der Aktionspläne, eine gesetzliche Verankerung von wirksamen Instrumenten zur Reduktion der Lärmbelastung, die Ausweisung und den verpflichtenden Schutz von ruhigen Gebieten sowie eine effektive Öffentlichkeitsbeteiligung im Sinne der EU-Richtlinie.

"Weiters ist eine Ausweitung der LKW - Nachtfahrverbote, eine flächendeckende LKW - Maut nach Schweizer Vorbild, Tempolimits in belasteten Gebieten, wie z.B. entlang der A2 und der A 21 im Raum Wien sowie die Einrichtung von Lärmzonen mit maximaler Belastung im Umkreis des Flughafens denkbar", so Fasan abschließend.

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