Glawischnig-Kritik an Schüssel und Khol: Beide fallen wieder aus der Rolle

Fragwürdige Auftritte von Kanzler und Nationalratspräsident

Wien (OTS) - Die stv Bundessprecherin der Grünen, Eva Glawischnig, übt Kritik an "politisch fragwürdigen" Auftritten von Bundeskanzler Wolfgang Schüssel und Nationalratspräsident Andreas Khol. "Schüssel und Khol fallen wieder einmal aus der Rolle. Schüssel hat vorgestern anlässlich der Überreichung des Original-Staatsvertragsdokuments nicht wie ein Bundeskanzler, sondern wie ein Parteipolitiker agiert. Ein Staatsmann hätte sich anders verhalten und sich anlässlich eines derartigen Ereignisses um zumindest die Teilnahme jener Parteien bemüht, die bei der Wiedererrichtung der Republik mitgearbeitet haben. Schüssel selbst fehlt dazu offenbar die Größe. Er meint es notwendig zu haben, Geschichte einseitig zu vereinnahmen", so Glawischnig.

Präsident Khol wolle seinem ÖVP-Parteiobmann anscheinend nicht nachstehen. "Ein Nationalratspräsident sollte eigentlich neutral auftreten und über den Parteien stehen. Dass Khol gestern in der ÖVP-Zentrale eine gemeinsame Pressekonferenz mit ÖVP-Generalsekretär Lopatka und ÖVP-Klubobmann Molterer gibt und dort wie ein ÖVP-Parteipolitiker agiert, passt in dieses Bild. Khol kann bis heute nicht an das Niveau seines Vorgängers Heinz Fischer, dem heutigen Bundespräsidenten, anschließen, der als Nationalratspräsident stehts parteiunabhängig agiert hat", so Glawischnig.

Rückfragen & Kontakt:

Die Grünen, Tel.: +43-1 40110-6697, presse@gruene.at

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | FMB0001