LEBIG - Enquète

Wien (Rotes Kreuz) - Bei der heute im niederösterreichischen Landhaus abgehaltenen Enquète bezüglich des "Rettungsnotrufs 144" wurde durch die Teilnehmer der Podiumsdiskussion das Thema erstmals gemeinsam auf einer rein sachlichen Ebene besprochen und abgehandelt.

Alle Teilnehmer und auch das Publikum waren sich rasch darüber einig, dass die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen der LEBIG hervorragende Arbeit leisten. Landesrat Sobotka versprach darüber hinaus, um eine weitere Effizienzsteigerung der Disponierungen der Leitstellen zu erreichen, eine Miteinbindung des Entlassungsmanagements der niederösterreichischen Landeskrankenhäuser in das System der Leitstelle.

Landesrat Schabl forderte seitens der Landesregierung eine 50%ige Beteiligung des Landes an den laufenden Betriebskosten der LEBIG, um eine finanzielle Entlastung der Bezirksstellen in Zukunft herbeizuführen.

Der leitende Notarzt, Primar Dr. Trimmel, hob die Qualitätssteigerung des Rettungswesens durch Einführung des standardisierten Abfrageschemas (AMPDS) hervor. Dadurch gelang es in der jüngsten Vergangenheit rund 20% mehr Notfallpatienten zu identifizieren und fachgerecht zu versorgen. Ein daraus resultierender Nebeneffekt, an dem noch gearbeitet werden sollte, ist eine leicht ansteigende Fehleinsatzquote. Darüber hinaus avisierte Dr. Trimmel die Institutionalisierung eines ärztlichen Qualitätsmanagements (QM) für die LEBIG. Dieses medizinische QM sei in seinen Augen eine sinnvolle Ergänzung zum bereits etablierten und bestens funktionierenden QM der Leitstelle.

Der Präsident des Roten Kreuzes NÖ, HR Dr. Lechner, nahm in seiner Stellungnahme auf die bei der Hotline der niederösterreichischen Patientenanwaltschaft eingegangenen Beschwerden Bezug. Diese seien einer eingehenden Überprüfung unterzogen worden und die Patientenanwaltschaft konnte keinen ursächlichen Zusammenhang mit der Umstrukturierung der Leitstellen feststellen.

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