Jugendvertretung: Gegen die Altmänner-Vereine in der Politik

Das erste Jahr von genderize! geht zu Ende

Wien (OTS) - Die Bundesjugendvertretung organisiert seit einem
Jahr das Projekt genderize!. Ziel dieses Mentoring - Projekts ist es, jungen Frauen einen Einstieg in das Feld der Politik zu bieten und Netzwerke zu knüpfen. genderize! ermächtigt und ermutigt junge Frauen, sich in der Öffentlichkeit zu engagieren und macht neue politische Partizipationsformen erfahrbar. Das Projekt kämpft dagegen an, dass die Politik ein einziger Altmänner-Verein bleibt. Mehr als 20 Mentees begleiteten seither die Arbeit erfahrenen Frauen aus den Bereichen Politik, Zivilgesellschaft und Kultur, wie Ursula Haubner, Maria Rauch-Kallat, Barbara Prammer, Eva Glawischnigg, aber auch Vertreterinnen der Zivilgesellschaft wie Michaela Moser von der Armutskonferenz oder Amina Baghajati, Referentin der Islamischen Glaubensgemeinschaft.

Ein eigenes Rahmenprogramm für die jungen Frauen bot neben einem Besuch bei der UNO und im Parlament zahlreiche Weiterbildungsangebote von Seiten der Bundesjugendvertretung. Die Bandbreite der Zusammenarbeit zwischen Mentee und Mentorinnen ging von vereinzelten Treffen über die Begleitung auf Geschäftsreisen bis zu Praktikumsstellen, die über das Projekt genderize! hinaus weiter bestehen.

Nikola Ornig, Mentee bei Michaela Moser, beschreibt ihre eigene Motivation bei genderize! teilzunehmen: "Ich denke, Mentoring ist eine tolle Möglichkeit um den individuellen "Spielraum" durch Kontakte und Netzwerke zu erweitern. - Gleichzeitig muss aber weiter an gesellschaftlichen Strukturen gearbeitet werden um tatsächliche Chancengleichheit für junge Frauen und Männer zu schaffen".

Dass der Gewinn und Austausch an Erfahrungen und Einblicken aber nicht nur einseitig gegeben ist, erklärt die Mentorin Heide Schmidt vom Institut für eine offene Gesellschaft: "Ich habe über meine Mentée manche Sichtweise junger Frauen erfahren und dadurch, wie ich hoffe, mein Sensorium für die Problemlage geschärft. Ebenso hoffe ich, manche Erfahrung vermittelt zu haben. Insgesamt gehe ich davon aus, dass auf beiden Seiten der Wunsch besteht, den Kontakt nicht abreißen zu lassen und das lässt mir den berechtigten Schluss zu, dass die Aktion erfolgreich war."

Nach dem erfolgreichen ersten Jahr startet genderize! mit neuen Mentorinnen und neuen Mentees im Herbst 2005 in die zweite Runde. Die Möglichkeit zur Bewerbung und alle weiteren Infos gibt es bereits unter www.jugendvertretung.at/genderize.

Rückfragen & Kontakt:

Daniela Reiter
Projektleiterin genderize!
Bundesjugendvertretung
Tel: 0699 10526147
Mail: daniela.reiter@jugendvertretung.at

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