Tumpel: Schulreform "rasch und ernsthaft" vorantreiben

Umfassende Schulreform Hauptthema der AK Wien-Vollversammlung

Wien (OTS) - "Die gute Bildung und Ausbildung der
Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer ist der wichtigste Rohstoff, den Österreich hat", sagt AK Präsident Herbert Tumpel heute auf der Vollversammlung der AK Wien. Schwerpunkt-Thema der Vollversammlung ist Bildung. Der PISA Schulvergleich habe gezeigt, dass das österreichische Schulsystem wenig Spitzenleistungen und zugleich zu viele schlechte Leistungen hervorbringt. Zudem hätten 16.000 Jugendliche keine Lehrstelle im Betrieb, skizziert Tumpel die Probleme bei Bildung und Ausbildung. Deshalb sei eine umfassende Schulreform nötig, die rasch und ernsthaft betrieben werden muss: "Es braucht die politische Diskssion, aber Bildung eignet sich nicht, um parteipolitische Fronten aufzureißen."

Tumpel sieht für ein Schulsystem drei grundlegende Ziele: Erstens braucht es ein Bildungssystem, in dem nicht schon die soziale Herkunft den Bildungsabschluss voraussagt. Zweitens muss das Bildungssystem allen Jugendlichen einen Ausbildungsplatz garantieren. Drittens geht es um die bestmögliche individuelle Förderung für jedes Kind.

Die AK fordert seit langem den Ausbau der Nachmittagbetreuung, die Einschränkung des Sitzenbleibens, ein Kurssystem in der Oberstufe, ein verpflichtendes, gebührenfreies Vorschuljahr, ein Recht auf ganztägige Betreuung und die gemensame Grundschule für alle bis 14. Tumpel: "Es ist höchste Zeit für wirkliche Änderungen. Ohne mehr Geld aus em Budget für Bildung werden diese Verbesserungen nicht gehen."

Auf der Vollversammlung präsentierte auch Günter Haider vom PISA-Zentrum Österreich die Vorschläge der Zukunftskommission für Schulreformen.

(Forts)

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