ÖAAB-Gajdosik: Kein anderes Mascherl für diese EU-Dienstleistungsrichtlinie!

Wien (ÖAAB) - Vor einer Einführung der EU-Dienstleistungsrichtlinie durch die Hintertür warnte heute der Fraktionsobmann der Fraktion ÖAAB-Christliche Gewerkschafter in der Wiener Arbeiterkammer, Alfred Gajdosik, im Rahmen der Vollversammlung der Wiener Arbeiterkammer. "Es ist zu begrüßen, dass die Staats- und Regierungschefs die Bolkenstein-Richtlinie auf Eis gelegt haben, aber zu einer Einführung über sieben Ecken, versehen mit einem anderen Mascherl, darf es auf gar keinen Fall kommen", so der Fraktionsobmann.

Gajdosik erläuterte in diesem Zusammenhang nochmals die sozialpolitischen Gefahren, die von dieser Richtlinie ausgehen: "Wenn ein Unternehmen aus einem Staat mit niedrigen Sozial-Standards in einem anderen Staat einen Auftrag annimmt und dort auch eigene Arbeitnehmer beschäftigt, dann gelten für jene Arbeitnehmer die niedrigeren Standards des Unternehmer-Herkunftslandes." Und Gajdosik weiter : "Die Konsequenz wäre Sozial- und Lohndumping. Auf der Strecke bleiben dabei die inländische Arbeitskräfte. Neue Arbeitsplätze würden dadurch mit Sicherheit nicht geschaffen werden!"

Der Fraktionsobmann sprach sich für die europaweite Einführung von verpflichtenden Sozial- und Lohnstandards aus. "Dies wäre", so Gajdosik, "eine Vereinfachung für Arbeitnehmer und Arbeitgeber. Man würde europaweit mehr Klarheit in den bestehenden arbeits- und sozialrechtlichen Dschungel bringen!"

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