Darabos: Mück-Regierungspropaganda führt ORF-Info in die Krise

Wien (SK) Am Dienstag, dem 12.4., erzielte die "Zeit im Bild
1" in den Kabel- und Satelliten-Haushalten nur mehr einen Marktanteil von 50 Prozent (ORF 1: 12 Prozent, ORF 2: 38 Prozent). "Damit wurde auf der Talfahrt der ORF-Information seit dem Antritt von Werner Mück als Chefredakteur ein Tiefpunkt im heurigen Jahr erreicht", erklärte SPÖ-Bundesgeschäftsführer Norbert Darabos am Freitag gegenüber dem Pressedienst der SPÖ. ****

Die Ursachen liegen für Darabos auf der Hand: "Immer mehr Menschen wenden sich von der Regierungspropaganda, die Mück oftmals gegen den Widerstand vieler engagierter Journalistinnen und Journalisten in allen Informationssendungen des ORF durchzusetzen versucht, ab."

Jüngstes Beispiel: die "ZiB 1" vom gestrigen Donnerstag: Auf Sendung waren 2 mal ohne erkennbaren Anlass Schüssel (im O-Ton) und 1 mal Plassnik auf Besichtigungstour bei österreichischen Soldaten. Die ausführliche Pressekonferenz der SPÖ-Bildungsexperten zum Thema Schulreform wurde nicht einmal von einem Kamerateam des ORF besetzt, und daher in der "ZiB 1" unter "Opposition für Gesamtschule" zu einer "Meldung mit Standbild" verstümmelt.

"Im Gegensatz zum Denken des ORF-Chefredakteurs besteht die Opposition in Österreich aber nicht aus einem Einheitsblock, sondern aus zwei bald eventuell drei eigenen Parteien", betonte Darabos. Wenn am Tag zuvor die "ZiB 1" und "ZiB 2" ausführlich über die ohnehin bescheidenen bildungspolitischen Vorhaben der Regierung ausführlichst berichten, sei dass angesichts der Bedeutung dieses Themas in Ordnung. Wenn aber danach die umfassenden bildungspolitischen Pläne der SPÖ verschwiegen werden, sei dies nicht anders als "Regierungspropaganda" zu bezeichnen. "Die Reaktionen des Publikums auf diesen Kurs verheißen für die Zukunft des ORF nichts gutes: Immer mehr flüchten gerade bei den Nachrichten zu Privatsendern." (Schluss) se/mm

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