ÖAMTC: Schlechte Fahrrad-Ausrüstung gefährdet alle Verkehrsteilnehmer

Club appelliert an Radfahrer, Sicherheitsbestimmungen einzuhalten

Wien (ÖAMTC-Presse) - Radler dürfen nur mit vorschriftsmäßig ausgestatteten Fahrrädern am Straßenverkehr teilnehmen. Seit Mai 2001 legt die Fahrradverordnung die Mindestkriterien fest. Eine Beobachtung der ÖAMTC-Experten in der Wiener Innenstadt zeigt aber, dass sehr viele Räder trotz der Nachrüstverpflichtung noch immer mangelhaft ausgestattet sind. "Fahrräder müssen über Reflektoren, Beleuchtung, Glocke oder Hupe und zwei getrennte Bremsanlagen verfügen. Nur eine gute Ausrüstung garantiert sicheres Unterwegssein", sagt ÖAMTC-Jurist Martin Hoffer. "Schlechte Ausrüstung bedeutet Gefahr für Radfahrer und andere Verkehrsteilnehmer. Außerdem können Verstöße gegen die Verordnung teuer werden."

Für mangelhafte Fahrradausstattung ist eine Organmandats-Strafe in der Höhe von 14 Euro pro Delikt vorgesehen. Ausnahmen gibt es bei der Beleuchtung. Wenn nämlich gute Sicht und Tageslicht herrschen, darf die Beleuchtung abmontiert sein. Da man aber nie genau sagen kann, wann die Heimfahrt erfolgt, und ob sich die Witterung ändert, sollte man bei längeren Ausfahrten immer die Lichtanlage mitnehmen. In der Praxis bewähren sich aufsteckbare Akkuleuchten sehr gut. Der ÖAMTC appelliert an die Exekutive und die Behörden, Radfahrer bei Verstößen nicht sofort abzustrafen, sondern ihnen eine Nachfrist zu setzen, in der das Rad vorschriftsmäßig nachgerüstet werden kann. "Gleichzeitig müssen sich die Radfahrer über die Vorschriften informieren, und sie auch in ihrem eigenen Interesse einhalten", sagt Hoffer. Alle Informationen zur Verordnung bietet der Club auf seiner Homepage unter http://www.oeamtc.at/fahrrad/.

Eine schlechte Radausstattung erhöht die Unfallgefahr. Gut geschützt lindert man zumindest Unfallfolgen. Wichtigstes Utensil gegen schwere Kopfverletzungen - der Fahrradhelm. Er ist, auch für jeden noch so kurzen Weg, unbedingt nötig. "Man sollte in seinem eigenen Sinn niemals auf diesen Schutz verzichten", appelliert der ÖAMTC-Experte an die Eigenverantwortung der Radfahrer. Wichtig sind auch gute Sport- oder Freizeitschuhe. Badeschlapfen sind genauso wenig fahrradtauglich wie bloßfüßiges Fahren.

Auf der Homepage des Clubs finden sich
unter http://www.oeamtc.at/fahrrad/ Infos rund um das Thema Fahrrad, den ÖAMTC-Kinder-Radhelm-Test sowie Details zur richtigen Ausstattung.

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ÖAMTC-Pressestelle/Claudia Kesche

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