ARBÖ: Jede/r sechste Autofahrer/in noch ohne Warnweste unterwegs

Aber fünf von sechs Lenkern und Lenkerinnen haben sich schon damit eingedeckt

Wien (OTS) - Jede/r sechste Autofahrer/in ist noch ohne Warnweste unterwegs, stellt der ARBÖ aufgrund einer österreichweiten aktuellen Erhebung fest. Fünf von sechs Autofahrer haben sich aber - zwei Wochen vor Inkrafttreten der Warnwesenpflicht am 1. Mai 2005 -bereits mit Warnwesten eingedeckt.

Allerdings gibt es regional noch große Unterschiede. Während sich vor allem die Salzburger, Wiener, Tiroler und Steirer sich schon fleißig die neu vorgeschriebenen reflektierenden Jacken besorgt haben, müssen vor allem die Vorarlberger noch aufholen, gefolgt von Kärntnern und Burgenländern. Nieder- und Oberösterreich liegen im Mittelfeld.

Interessantes Detail aus der ARBÖ-Erhebung: Zwei von fünf ausgerüsteten Autofahrern geben sich nicht mit einer einzigen Jacke zufrieden, sondern führen gleich zwei oder mehrere Warnwesten mit sich. Eine Vorgangsweise, die der ARBÖ begrüßt. Schließlich gilt es ja im Pannenfall auch die Mitfahrenden mit der sicherheitsspendenden Kleidung zu schützen.

Beim Verstauen der leuchtenden Schutzkleidung halten sich die meisten Autolenker an die Empfehlung der Experten. Drei von Fünf verwahren sie griffbereit direkt im Fahrgastraum ihres Fahrzeugs und nicht - wie die restlichen zwei - im Kofferraum. Am häufigsten landen die Westen dabei unter dem Sitz oder im Handschuhfach.

In Österreich wurde eine doppelte Verpflichtung statuiert: Man muss die Warnweste mit führen und sie in bestimmten Situationen (im Pannenfall, beim Aussteigen auf der Autobahn) auch tragen. Obwohl der Strafrahmen für jedes dieser zwei Tatbestände bis zu 2.180 Euro reicht, wird ein Organmandat von 14 Euro sowohl für das Nichtführen als auch für das Nichttragen eingehoben. Wer also im Falle einer Pannen "ohne" erwischt wird, zahlt 28 Euro (mindestens).

ARBÖ-Generalsekretär Dr. Rudolf Hellar appelliert an alle Firmen, insbesondere auch an die großen Mietwagenunternehmen, ihre Flotten nicht nur mit Pannendreieck und Erste-Hilfe-Kasten auszustatten, sondern auch mit Warnwesten. Obwohl der Gesetzgeber die Mitführ- und Tragepflicht von Warnwesten ausdrücklich für die Lenker normiert (und nicht für Fahrzeuginhaber) sollten verantwortungsbewußte Vermittler von Mietwagen ihren Fuhrpark damit bestücken.

Der ARBÖ hat das für die Exekutive zuständige Innenministerium darum ersucht, in den ersten drei Sommermonaten vor allem auf Information über die Warnwestenpflicht zu setzen und Beratung vor Bestrafung zu stellen. Vor allem bei ausländischen Besuchern könne nicht unterstellt werden, dass sie über die neue gesetzliche Mitführpflicht von Warnwesten (im Gegensatz zu Italien, wo lediglich eine Tragpflicht im Pannenfall festgelegt wurde) im Detail informiert ist. In Kooperation mit der Österreich-Werbung führt der ARBÖ gleichzeitig eine internationale Informationskampagne in 25 Staaten durch.

Für ARBÖ-Generalsekretär Dr. Rudolf Hellar gilt es, Verkehrssicherheit zu bewirken und nicht neue Inkassomöglichkeiten zu schaffen.

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