SPÖ und FPÖ stellen in Kärnten Weichen für "Gemeinsame Schule"

Kaiser: Unsere Antwort auf den Bericht zur Schulreform der Zukunftskommission: Erste Schritte für die Modellschule für 6 bis 15jährige im Kärntner Landtag beschlossen

Wien (OTS) - Als bildungspolitisch wichtiges Signal und den ersten großen Schritt in Richtung moderne Neuordnung des Bildungssystems bezeichneten am Donnerstag der Bildungssprecher der Sozialdemokraten im Kärntner Landtag, LAbg. Peter Kaiser und sein Ausschuss-Kollege LAbg. Herwig Seiser, den heutigen Beschluss zur Schaffung einer "Gemeinsamen Schule" zur Erfüllung der neunjährigen Schulpflicht (6 bis 15jährige). "Der gemeinsame Beschluss von SPÖ und FPÖ ist die Antwort auf die mangelhafte Performance der Ministerin und ein wichtiger Schritt für die Realisierung einer Modellschule in Kärnten sowohl im ländlichen, als auch im städtischen Bereich", betonte Kaiser.

Während der Druck auf die Ministerin hinsichtlich einer Schulreform immer größer werde, würde man in Kärnten bereist einen modellhaften Weg einschlagen, sind sich die SP-Abgeordneten einig. Durch die Schaffung einer "Gemeinsamen Schule" zu Erfüllung der Schulpflicht soll eine stärkere Individualisierung des Unterrichts ermöglicht werden. "Wichtigstes Ziel ist es, dass die Schülerinnen und Schüler im Mittelpunkt der Bildungszukunft stehen", so Kaiser. Dieses Ziel werde unter anderem durch die flexiblere Gestaltung innerhalb dieser Schulform erreicht.

Das Kärntner Modell sieht vor, dass die Wiederholung einer Schulstufe durch das Nachholen nicht erfüllter Lernziele in Form von Kursen bzw. Modulen weitgehend vermieden werden. Das neunte Pflichtschuljahr soll in die "Gemeinsame Schule" bestmöglich integriert werden.

Parallel dazu werde die wichtige und wesentliche Forderung der SPÖ nach einer einheitlichen universitären Ausbildung aller pädagogischen Erziehungsberufe die Behandlung im zuständigen Schulausschuss finden, kündigte Kaiser an. "Voraussetzung ist, dass die Unterschiede zwischen Lehrern im Pflichtschulbereich und in der Sekundarstufe abgeschafft werden", so Kaiser abschließend.

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