Ungarisch-Österreichische Bürogemeinschaft in Podgorica

Wien (OTS) - Außenministerin Ursula Plassnik und ihr ungarischer Amtskollege Ferencz Somogyi haben sich auf eine gemeinsame Initiative beider Länder in Podgorica (Serbien und Montenegro) geeinigt. Beide Staaten beabsichtigen, in der Hauptstadt Montenegros Außenstellen ihrer Botschaften in Belgrad zu schaffen, und werden dies im Rahmen einer "Bürogemeinschaft" tun.

Die beiden Büros sollen an einem gemeinsamen Standort eröffnet werden. Eine vergleichbare Zusammenarbeit gibt es in Podgorica bereits zwischen Deutschland und Frankreich. Für Plassnik und Somogyi ist diese Kooperation "Ausdruck des gemeinsamen Interesses beider Länder an Südosteuropa und ein weiteres Beispiel für das Potential ihrer regionalen Zusammenarbeit".

Ungarn und Österreich werden ihre jeweiligen Vertretungen in Montenegro zwar autonom betreiben; durch die geplante "Bürogemeinschaft" werden sich aber nach Auffassung beider Minister "vertiefte Möglichkeiten für gemeinsame Aktivitäten und Vorteile für die Betreuung der Bürger beider Länder in Montenegro ergeben". Vergleichbare Initiativen an anderen Orten sind möglich; weitere Optionen werden derzeit zwischen den Außenministerien Österreichs und Ungarns geprüft.

Im Hinblick auf den Vorsitz Österreichs in der Europäischen Union ab Anfang 2006 wollen sich beide Länder bemühen, das gemeinsame "Projekt Podgorica" bis September dieses Jahres zu realisieren. Die beiden Außenminister haben sich in dieser Woche zu Besuchen in der Region aufgehalten. Sie haben diese Gelegenheit auch genützt, um ihre Gesprächspartner in Belgrad und Podgorica über das gemeinsame Vorhaben zu informieren.

Bei der künftigen österreichischen Vertretung in Podgorica wird es sich um ein Koordinationsbüro handeln, welches in Absprache mit dem Außenministerium unter der Verantwortung der "Austrian Development Agency" (ADA) geschaffen werden wird. Das größte Entwicklungsvorhaben der ADA in Montenegro dient der regionalpolitischen und touristischen Entwicklung des Nationalparks Bjelasica im Nordosten der Republik. Weiters laufen in Montenegro u.a. mehrere österreichische Programme zur Förderung von Klein- und Mittelbetrieben. Das zukünftige Büro wird diese wichtigen Projekte der österreichischen Ostzusammenarbeit (OZA) betreuen und zugleich die Präsenz Österreichs in Montenegro allgemein verstärken.

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