Kärntner SPÖ-Frauen fordern stärkere Maßnahmen für den Arbeitsmarkt

Trannacher: "Einschwenken auf SP-Forderung nach Mindestlohn löblich, nationale Kraftanstrengung zur Verbesserung der Arbeitsmarktsituation aber unumgänglich"

Klagenfurt (SP-KTN) - "Noch immer liegen über 44 Prozent der Kärntnerinnen und Kärntner unter einem Bruttoeinkommen von 1000 Euro, zu viele stehen überhaupt ohne Arbeitsplatz da, von dem sie leben können", kritisiert die Vorsitzende der Kärntner SP-Frauen, LAbg. Sieglinde Trannacher. Sie spricht von einem löblichen Ansatz, dass sowohl LH Haider, als auch Wirtschaftsminister Bartenstein offensichtlich endlich auf die jahrelange Forderung der SPÖ-Frauen nach einem Mindestlohn von 1000 Euro als unterste Grenze eingeschwenkt haben, dies sei aber in Summe gesehen nur ein mageres Engagement.

Alleine 20 Berufsgruppen liegen in Österreich unter einem Monatsbruttoeinkommen von 1000 Euro, dass fängt bei der Ledererzeugung an, geht über die Schuhindustrie, die öffentlichen Flughäfen, das Friseurgewerbe, das Nahrungs- und Genussmittelgewerbe, die Bekleidungsindustrie, Angestellten bei Ärzten, die Lederverarbeitung, die Güterbeförderung, das Konditorgewerbe, die Angestellten bestimmter Fluglinien, Angestellte in Notariaten und bei Rechtsanwälten, das Fleischergewerbe, das Bäckergewerbe, die TaxifahrerInnen und einige andere mehr. Trannacher nannte als Positivbeispiele für eine erfolgreiche Situation bei den Mindestlöhnen Irland mit 1073 Euro Mindestlohn und Luxemburg mit 1369 Euro.

"Die schwarz-blaue Bundesregierung muss endlich einsehen, dass es einer nationalen Kraftanstrengung bedarf, um die Arbeitsmarktsituation zu verbessern und, dass Politiker mit Verantwortungsbewusstsein angesichts der dramatischen Situation nicht einfach zur Tagesordnung übergehen können", erklärt Trannacher. Noch nie waren so viele Menschen in der Zweiten Republik arbeitslos. "Es ist Ausdruck höchster Ignoranz gegenüber der Bevölkerung, dass FPÖ und ÖVP die existenziellen Sorgen der Menschen nicht zu tangieren scheinen", so Trannacher.

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